Diese Frage hat sich der eine oder die andere wohl schon ein paar Mal während des Studiums gestellt. Obwohl die Bachelor-Studierenden immer weniger in den Genuss einer 25-seitigen Hausarbeit und den damit verbundenen qualvollen Stunden vor dem (in der Regel ständig abstürzenden) Computer kommen – auch sie müssen neben Klausuren und Prüfungen, immer mal wieder wissenschaftlichen Text produzieren.

Kurz vor Semesterbeginn drohen oft die Deadlines, deswegen hierzu ein paar Tipps, die den Einstieg in das, lange vor sich hin geschobene Projekt, erleichtern können.
Zuerst einmal: Finde ein Thema! Auch wenn dir schon seit Anfang des Kurses klar ist, worüber du schreiben möchtest, es schadet nicht, es mit deinem Dozenten einmal abzusprechen. Er kann dir auch gute Tipps zur Literaturauswahl geben und vielleicht auch deine Fragestellung eingrenzen.
Versuche dich an einer Gliederung. Auch wenn du im Laufe des Schreibens merkst, dass du an manchen Stellen noch Änderungen vornehmen musst, ohne Konzept wirst du nie fertig oder eben ganz schön fertig sein.

Dann besteht – oh Wunder – eine Hausarbeit meistens aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Einleitung sollte die Fragestellung klären, einen kurzen Überblick über den Aufbau der Arbeit geben und Methodik und Quellen erläutern. Der Hauptteil gehört komplett dir und deiner kreativen Phantasie: Achte jedoch darauf, dass du sinnvoll einzelne Literatur miteinander verknüpfst, den roten Faden im Argumentationsstrang beibehältst und ausgewogen schreibst, das bedeutet zum Beispiel unterschiedliche Positionen zu einem Thema abwägst. Im Schluss sollten alle wesentlichen Ergebnisse und Gedanken noch einmal zusammen gefasst werden, mit Rückblick auf die Ausgangsfrage. Offene Fragen können benannt werden, Lösungsansätze und manchmal auch  – je nach Geschmack und Studienfach -eine persönliche Stellungnahme.

Zum Thema Formalia ist zu sagen: Nehme sie ziemlich ernst. Viele Dozenten hängen sich auch schon mal ganz gerne daran auf. Ich habe festgestellt, dass fast jeder oder jede  eigene spezifische Regeln hat, was die Zitierweise zum Beispiel angeht. Da sollte man sich im Vorfeld gut informieren. Und – Rechtschreibfehler sind in jedem Fall ziemich peinlich!

Dann stellst du zum Schluss noch die Literaturliste fertig, die immer besser aussieht, wenn sie lang ist. Am besten lässt du das Ganze noch mal Korrektur lesen – denn nach einer gewissen Zeitspanne ist meist der Punkt von Betriebsblindheit erreicht, man erkennt die einfachsten Fehler nicht mehr. Titelblatt nicht vergessen und dann schnell weg damit und feiern gehen!

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