Einen Studienplatz in der bayrischen Landeshauptstadt zu ergattern ist mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen, schon gar nicht, seit die TU München und LMU München in den Kreis der Elite-Universitäten aufgenommen wurden.Hat man jedoch den Sprung an eine der renommierten Universitäten in München geschafft, steht gleich das nächste Problem ins Haus. Wo findet man eine passende Wohnung, ein Zimmer oder eine WG, die günstig und bezahlbar ist. Die bayrische Metropole ist auch auf dem Gebiet der Mietpreise führend und so verwundert es nicht, dass je Quadratmeter zwischen acht und zwölf Euro je nach Lage gefordert werden. In München steht man aber nicht allein vor diesem Problem, schließlich gibt es hier allein 92.000 Studenten jährlich.

Ein Anlaufpunkt für Studenten kann das örtliche Studentenwerk sein. Ihnen stehen 9.200 Wohneinheiten des Studentenwerkes sowie 2.600 Wohnplätze anderer Träger zur Verfügung. Leider können dadurch nur 13 Prozent des Gesamtbedarfes abgedeckt werden. Beim Studentenwerk geht man davon aus, dass man als Erstsemester in München zwischen vier und fünf Semester warten muss, um eine der begehrten Plätze zu ergattern. Um allen ein Zugang zu ermöglichen, verlost das Studentenwerk in jedem Jahr rund 100 Plätze an den Erstsemestertagen. Dies ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Wer kein Zimmer oder einen Wohnplatz erhalten hat, muss sich intensiv mit dem Münchner Immobilienmarkt auseinander setzen. In den gängigen Tageszeitungen offerieren viele Bewohner der Stadt einzelne Zimmer, weil sie die Miete nicht allein stemmen können. Da es dort häufig zu Wechseln kommt, besteht hier die große Möglichkeit eine Unterkunft zu finden. Als Student in München hat man es nicht leicht, schließlich kommen hier auch noch die höchsten Lebenshaltungskosten Deutschlands auf die Studierenden zu.

Eine Antwort

  1. Christine

    Hallo,
    an dem Artikel ist was wahres dran.
    Ich habe auch zum WS 07/08 ein „tollen“ Studiumplatz an der LMU erhalten. Und gerade weil es München ist, musste ich aus finanziellen Gründen kapitulieren.
    Ein Wechsel vor dem ersten Semester ist schon mal garnicht drin ohne super wichtige Gründe. Und ohne finanzielle Hilfe von Eltern etc. ist man eigentlich nur damit beschäftigt, jeden Tag zu rechnen und zu gucken, das man mit seinem Geld bis zum Ende des Monats auskommt. Dazu die hohen Studiengebühren.
    Die Zimmer- oder Wohnungssuche zum Wintersemester ist einfach grauenhaft, da auch noch das Wiesn-Fest ist und alle Welt dort irgendeine Bleibe finden will. Die Folge ist, dass die ohnehin schon teuren Unterkünfte noch teurer sind. Und wer nicht aus der Ecke kommt, hat noch hohe Anfahrtskosten an der Backe. Sobald man weiß, dass man dort ein Studiumplatz hat, kann man schon anfangen eine Bleibe zu suchen. Auch kommen sehr dubiose Angebote einem während der Wohnungssuche unter. Von Beleidigungen bis hin zum Etablissement.
    Da pfeiff ich auf die Elite-Uni.
    Ich wollte da nie hin. Aber ein Tausch „erlaubt“ man nicht. Was für ein Schwachsinn.
    Und so ging es mir nicht alleine. Nur die dort in der Ecke wohnen, wollen dort hin. Alle anderen Studenten sehen zu, dass sie so schnell wie möglich da weg kommen. Man sieht es ja auf den Internetseiten der Tauschbörsen.
    Ich jedenfalls konnte dem nichts abgewinnen.
    Trotzdem gutes Gelingen an alle die dort anfangen.
    Beste Grüße
    Christine