Wer als Student einen Master-Abschluss erlangt, kann sich glücklich und vor allem erfolgreich schätzen. Doch in Sachen Akademikergrad es geht noch eine Stufe besser – mit dem Doktortitel. Für wen sich die Promotion eignet und welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, klären wir hier.

Die richtige Motivation für die Promotion finden

Es gibt einige gute Gründe, zu promovieren – und viele schlechte. Wer eine bestimmte Karriere verfolgt, braucht den Doktortitel als Schlüssel zum Erfolg. Juristen und Ingenieure verdienen mit dem Doktortitel beispielsweise mehr Geld, für Mediziner und viele Naturwissenschaftler ist die Promotion erst der eigentliche Abschluss. Ebenfalls ein guter Grund, den Doktor zu machen: ungestillter Wissensdurst. Wer wirklich an etwas forschen möchte und passioniert bei der Sache ist, hat die besten Voraussetzungen für die Promotion. Weniger motiviert geht man beispielsweise vor, wenn man den Doktor nur macht, weil man die Eltern stolz sehen möchte. Oder weil man gerade nichts Besseres zu tun hat und der Professor zufällig dieses Angebot macht.

Gerade wenn die Promotion eher durch Zufall zustande kommt, sollten Doktoranden die Bedingungen eingehend prüfen. Ist das Thema bereits gesetzt? Wie sieht die Betreuung durch den Professor aus? Eventuell möchte der Doktorvater nicht nur Nachwuchs fördern, sondern im eigenen Interesse auch Unterstützung bei der Korrektur von Masterarbeiten seiner Studenten bekommen.

Voraussetzungen für die Promotion

Nicht jeder Uniabsolvent kann einen Doktor machen. Ausnahmen gelten etwa für Fachhochschüler. Das sind die wichtigsten Bedingungen:

  • Für die Promotion ist der Abschluss eines Uni-Studiengangs in acht Semestern Regelstudienzeit nötig.
  • Nur wer Extraprüfungen absolviert, darf auch in einem anderen Fach als dem eigenen promovieren.
  • Die Abschlussnote muss mindestens „gut“ sein.
  • In Fächern wie Theologie ist das Latinum erforderlich.
  • An der Universität, an der promoviert wird, müssen Doktoranden wenigstens zwei Semester studiert haben.

Wer promovieren möchte, sollte sich sicher sein, dass der eigene Unterhalt geregelt ist. Wer ein Stipendium ergattert, muss sich über Geld meist keine Sorgen mehr machen. Anders bei der Anstellung an einer Universität: Das Gehalt ist häufig so niedrig, dass noch Nebenjobs nötig sind.

Wenn dann tatsächlich eine konkrete Forschungsfrage gefunden ist, die annähernd den eigenen Interessen entspricht und auch noch in einigen Jahren Relevanz in wissenschaftlichen Kreisen hat, steht der Promotion nichts mehr im Weg. Am Ende wird die Dissertation, die natürlich ein wissenschaftliches Lektorat erfordert, dann bestimmt mit dem ersehnten Doktortitel belohnt.

Bild: Fotolia, 127467834, Thomas Reimer

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