Wegen der Studenten-Flut ziehen diese nun aufgrund mangelnder Wohnungen vielerorts in Altersheime, was ein kreatives Lösungsangebot darstellt, um die aktuelle Wohnungsnot zu lindern.

Studenten, die momentan auf der Suche nach einer Wohnung oder einem WG-Zimmer sind, haben es nicht leicht. Aufgrund doppelter Abiturjahrgänge und der Aussetzung der Wehrpflicht, gibt es vielerorts so viele Studienanfänger wie nie und dementsprechend überrannt ist auch der Wohnungsmarkt in den Uni-Städten. In manchen Orten bieten jetzt Altersheime den Studenten günstigen Wohnraum bei den Senioren an, wobei sie nicht nur Miete sparen können, sondern auch wichtige Erfahrungen sammeln können. Als Gegenleistung sollen die jungen Leute den alten Menschen im Haushalt helfen und ein wenig Zeit mit ihnen verbringen. Dass diese Idee eine wirklich gute Alternative zu Notquartieren in Sporthallen oder Zelten darstellt, auf welche etliche Studenten in letzter Zeit zurückgreifen mussten, zeigen die große Nachfrage und die Tatsache, dass immer mehr Senioren-Heime dieses Angebot in Betracht ziehen.

Studenten im Altersheim: Der Wohnungsmangel sorgt für alternative Wohnprojekte

Die Idee vom generationsübergreifenden Wohnen ist nicht neu. Dass sie allerdings aus der Wohnungsnot heraus entsteht, ist eigentlich nicht der Grundgedanke hinter diesen alternativen Wohnprojekten. Doch der Zweck heiligt ja bekanntermaßen die Mittel und so fördern letztlich auch die problematischen Umstände auf dem studentischen Wohnungsmarkt die Kommunikation zwischen Jung und Alt und bringen die Generationen näher zusammen. Für kleine Unterstützungen im Alltag, können die Studenten zu besonders günstigen Konditionen ein Zimmer im Altersheim mieten und zahlen dafür in der Regel nicht mehr als 200 Euro, was weitaus weniger ist, als sie für die meisten WGs oder Studentenwohheime aufbringen müssten.

Studenten und Senioren profitieren voneinander

Im Grunde stellt diese notgedrungene Maßnahme eine Win-Win-Situation dar, von der beide Seiten profitieren können. Die Studienanfänger bekommen günstigen Wohnraum zur Verfügung gestellt, können aber auch durchaus von den Lebenserfahrungen der Senioren lernen und sich allgemein im sozialen Umgang weiterentwickeln. Die alten Menschen bekommen im Gegenzug Hilfestellungen im Haushalt und erhalten einen Einblick in das Leben der jungen Leute. Häufig erklären die Studenten den Senioren das Internet oder zeigen ihnen, was ein Smartphone so alles kann und bringen damit bunte Abwechslung in das oft sehr triste und graue Leben der Heimbewohner.