Wiesbaden – Die Zahl der Studenten an deutschen Hochschulen wächst weiter. Im aktuellen Semester sind nach vorläufigen Zahlen 2 897.300 Männer und Frauen eingeschrieben, das sind 1 Prozent mehr als vor einem Jahr und rund 37 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Das teilte das
Statistische Bundesamt mit.

Zuletzt hatte es demnach im Wintersemester 2007/08 einen Rückgang bei den Studierendenzahlen gegeben. Auch der Frauenanteil in den Hörsälen steigt kontinuierlich. Aktuell liegt er bei 49,3 Prozent. Vor einem Jahr waren es 48,9 Prozent.

Gleichzeitig ging die Zahl der Studienanfänger leicht zurück – und das das zweite Jahr in Folge. Insgesamt starteten in diesem Jahr (Sommersemester 2019 und Wintersemester 2019/2020) 508.200 Menschen ein Studium, das ist ein Rückgang von 0,7 Prozent. Bereits 2018 war die Zahl der Erstsemester im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozent zurückgegangen.

Mehr als jeder vierte Student (26,7 Prozent) ist an einer Universität im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingeschrieben. Dennoch sank die Zahl der Studierenden in NRW um 1,1 Prozent. Das ist laut dem Bundesamt mit dem Umzug der Privaten Fachhochschule IUBH von Bad Honnef nach Erfurt begründet. Die Studierendenzahl in Thüringen nahm gleichzeitig um etwa 50 Prozent zu.

Der mit Abstand größte Teil (61,4 Prozent) studiert an einer Universität (einschließlich Pädagogischen und Theologischen Hochschulen). Mehr als jeder dritte Student (35,5 Prozent) ist an einer Fachhochschule eingeschrieben. An Verwaltungsfachhochschulen studieren aktuell 1,8 Prozent, an Kunsthochschulen 1,3 Prozent.

Fotocredits: Rolf Vennenbernd
(dpa)

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