Von einem Studium träumen viele, doch für einige scheint es zunächst nicht möglich, zum Beispiel weil kein BAföG gewährt wird und die Eltern trotzdem nicht ausreichend finanzielle Unterstützung bieten können. Ein Studienkredit schafft in dieser Situation Abhilfe und gewährt einen gewissen finanziellen Rahmen. Solche Studienkredite werden durch verschiedene Kredithäuser vermittelt. Es lohnt sich jedoch auch ein Vergleich. Vor dem Antrag für einen Studienkredit sollten Interessierte jedoch einige Faktoren prüfen:

  • Sind alle Voraussetzungen erfüllbar?
  • Wann soll das Studium gestartet werden?
  • Wie sind die Berufsaussichten in dem Studienfach?
  • Kann zur Rückzahlung des Studienkredits eine Sondertilgung getätigt werden?
  • Gibt es eine Karenzphase?

Natürlich spielen auch die bisherigen Fixkosten sowie die Wohnsituation eine Rolle. Neben der Miete müssen beispielsweise Ausgaben für Bücher oder andere Studien Materialien abgedeckt werden. Möglicherweise muss sogar der Wohnort gewechselt werden und die Miete steigt an oder aber Ausgaben für Möbel kommen hinzu. All dies muss vor der Aufnahme des Kredits berücksichtigt werden, um die genaue Kreditsumme zu bestimmen.

Die verschiedenen Finanzierungen für ein Studium

Man könnte meinen, zwischen Studienkredit, Bildungskredit und Bildungsform würde kein Unterschied bestehen. Doch wie so oft, steckt der Teufel im Detail und daher lohnt es sich, die drei Formen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Studienkredit – Ein Klassiker

Studienkredite werden durch den Staat oder auch private Kreditinstitute vermittelt. Er wird in monatlichen Raten ausgezahlt und unterscheidet sich damit grundlegend von anderen Kreditformen. Diese Ratenzahlung erlaubt es Studenten, das Studium direkt zum ersten Semester finanzieren zu können. Dies ist gerade bei privaten Universitäten von besonderer Bedeutung. Kreditnehmer müssen hier später die gesamte Summe des Studienkredits sowie dazugehörige Zinsen zurückzahlen. Darin besteht ein grundlegender Unterschied zum BAföG. Zu den großen Vorteilen des Studienkredits zählt, dass er das Einkommen der Eltern nicht berücksichtigt und keinerlei Kreditsicherheiten fordert. Auch das Studienfach ist nebensächlich. Jedoch kann er nur innerhalb eines gewissen Alters beantragt werden, welches zwischen 18 und 44 Jahren liegt. Ferner darf eine gewisse Studiendauer nicht überschritten werden und es gibt eine genau festgelegte Rückzahlungsdauer. Je nach Vertragskonditionen können dabei Sondertilgungen vereinbart werden oder auch die Rückzahlung in voller Höhe nach Ablauf einer gewissen Zeit. In diesem Fall könnte die gesamte Summe niedriger sein als bei einer monatlichen Rückzahlung.

Der Bildungskredit – Besonders zum Ende des Studiums interessant

Gerade wenn beispielsweise die Bachelorarbeit oder die Masterarbeit ansteht sowie letzte Prüfungen, ist ein Bildungskredit oft eine gute Lösung, um finanzielle Engpässe zu überbrücken. Er ist auch für Schüler in den letzten Schritten ihrer Ausbildung verfügbar. Er wird durch die KfW bereitgestellt. Für den Vertragsabschluss ist das Einkommen von Eltern oder anderen Angehörigen sowie das eigene Einkommen nicht von Belang. Die Rückzahlung erfolgt erst vier Jahre nach der Auszahlung der ersten Rate. Für alle Studenten und Auszubildende, die ein Praktikum im Ausland finanzieren möchten ist der Bildungskredit ebenfalls eine gute Alternative, da er auch mit dem BAföG kombiniert werden kann. Doch auch hier ist der Auszahlungszeitraum auf zwei Jahre begrenzt. Ferner kann er höchstens den Betrag von 7200 € annehmen und kann pro Monat maximal 300 € betragen. Studenten müssen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein, müssen zudem Nachweise für bestandene Prüfungen erbringen und das Grundstudium abgeschlossen haben.

Der Bildungsfond – von privaten Instituten

Diese Form des Kredits wird meistens nicht direkt durch Banken vermittelt, sondern durch Unternehmen oder andere Geldgeber. Die Rückzahlung wird an das spätere Einkommen angepasst, indem ein Prozentsatz definiert wird. Dieser wird dann monatlich abgetreten. Daher eignet sich diese Form von vor allem bei Studienfächern, die später ein besonders hohes Einstiegsgehalt versprechen. Mithilfe dieser Form wird das Ende der Rückzahlung schnell erreicht. Dabei fallen keinerlei Zinsen an. Allerdings sind nicht alle Studienfächer förderungsfähig.

Studieren trotz Familie und/oder Beruf?

Für einige kommt auch ein Vollzeitstudium aus persönlichen Gründen nicht infrage und möglicherweise stellt sich dabei auch das Problem der Finanzierung. Dies gilt vor allen Dingen für Mütter oder jene, die schon im Beruf stehen und trotzdem nicht über genügend finanziellen Mittel verfügen. In diesem Fall kann ein kostenloser Kreditvergleich hilfreich sein, den Traum vom Studium zu verwirklichen. Dies gilt auch für alle Studieninteressierte, die die genannten Voraussetzungen für andere Kreditformen nicht erfüllen oder aufgrund anderer Umstände berücksichtigen möchten.

Fotocredit: Pixabay, 970340, Skitterphoto

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