Revolutioniert das Self-Publishing den Buchmarkt? Und welche Schwierigkeiten warten auf Self-Publisher? Diesen Fragen gingen Studierende der Universität Mainz in einem spannenden Projekt nach. Lesen Sie hier, was „Spubbles“ über den neuen Trend verrät.

Auf der Leipziger Buchmesse (12.-15. März) wird Spubbles am Stand der Mainzer Buchwissenschaften vorgestellt. Im „Studienprojekt Self-Publishing“ haben 26 angehende Buchwissenschaftler ein Semester lang das Self-Publishing-Verfahren von allen Seiten unter die Lupe genommen. Aber die rein wissenschaftliche Untersuchung war ihnen nicht genug: Sie haben sich mit einem eigenen Buch in das Abenteuer Self-Publishing gestürzt.

In Kleingruppen haben die Studierenden in Mainz die Rolle des Autors untersucht und sich mit den Veränderungen im Verlagsgeschäft und auf dem Buchmarkt beschäftigt. Der neue Kanal erleichtert Autoren den Weg zu ihren Lesern, und verändert damit heute schon das traditionelle Verlagsgeschäft.

Der Weg zum eigenen Buch

Herausgekommen sind faszinierender Erfahrungsberichte, die angehenden Autoren viele praktische Tipps mitgeben. Ihr Buch „Midori – Trug und Schein“, das ebenfalls in Leipzig vorgestellt werden soll, haben die Studierenden bei Amazon publiziert. Autoren, die sich für Self-Publishing-Dienstleistungen wie vom Anbieter tredition (der auch über das Projekt berichtet) oder bei Amazon entscheiden, finden hier wertvolle Tipps, mit denen der Weg zum Buch leichter wird.

Die Studierenden hatten nämlich den Aufwand durchaus unterschätzt. Ihr Fazit: Ein gutes E-Book herzustellen kostet Zeit, Nerven, Geld und ein gutes Netzwerk. Eine der größten Herausforderungen ist das Marketing. Ein Autor muss sich als Marke etablieren; es reicht nicht, das Buch herzustellen, es muss für potentielle Käufer auch sichtbar werden. Eine Fan-Base im Netz kann ein guter Ausgangspunkt sein; klassische Marketingstrategien dagegen stehen den Self-Publishern eher nicht zur Verfügung.

Lesefluss unterstützen

Nicht zuletzt geben die angehenden Buchwissenschaftler auch handfeste Tipps für die Gestaltung. Nach ihren Untersuchungen sollte das Layout den Lesefluss bestmöglich unterstützen. Eine Aufteilung des Inhalts in Häppchen stört da eher. Die Studierenden sind jedenfalls zufrieden mit ihrem innovativen Projekt, mit dem sie einen tiefen Einblick in das Phänomen Self-Publishing erhalten haben. Ihre Ergebnisse stehen in einem Blog zum Nachlesen bereit.

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