Magdeburg – Im Durchschnitt essen Studierende in Deutschland dreimal in der Woche in der Mensa. Das gab das Deutsche Studentenwerk (DSW) im Rahmen seiner jährlichen Mensatagung in Magdeburg bekannt.

Männer gehen demnach häufiger in die Mensa als Frauen. Ob das an der mangelnden Kocherfahrung der jungen Männer liegt, hat das DSW aber nicht ermittelt.

Die Zahlen basieren auf der jüngsten Sozialerhebung des DSW zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studenten aus diesem Sommer. An der Erhebung nahmen mehr als 60 000 Studentinnen und Studenten von 248 deutschen Hochschulen teil. Demnach sind Studierende im Schnitt 24,7 Jahre alt und 92 Prozent von ihnen studieren in Vollzeit.

«Studium und Mensa gehören noch immer fest zusammen», sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Die Studentenwerke betreiben nach eigenen Angaben 950 hochschulgastronomische Einrichtungen, darunter 400 Mensen sowie Cafés, Bistros und Restaurants.

Die intensivsten Mensanutzer sind die Studenten der Ingenieurwissenschaften. 76 Prozent von ihnen gehen regelmäßig in die Mensa – dicht gefolgt von Medizinstudenten (74 Prozent). «Männer gehen häufiger in die Mensa als Frauen, das wollen wir ändern», sagte Meyer auf der Heyde. Das könne man vor allem durch das Angebot schaffen, so der DSW-Generalsekretär. Vegetarisches und veganes Essen sei sehr beliebt – die Mensen müssten sich den unterschiedlichen Ernährungstypen anpassen. Am beliebtesten sei bei den Studenten aber nach wie vor das Gericht Schnitzel mit Pommes Frites.

Bei dem diesjährigen Jahrestreffen der Mensa-Experten wurden allerdings auch kritische Töne laut. «Wir haben so viele Studierende wie nie zuvor. Die Mensa-Kapazitäten sind aber nicht im gleichen Umfang mitgewachsen», erklärte der DSW-Generalsekretär. Er forderte deshalb einen gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt. Für den Aus- und Umbau der Mensen seien rund 800 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren notwendig.

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(dpa)