In vielen Unternehmen hat sich in den letzten Jahren eine neue Art Führungskräfte selbst zu rekrutieren und gezielt auszubilden etabliert: das Traineeprogramm. Hochschulabsolventen bewerben sich hierfür direkt bei ihrem Wunschunternehmen und werden dann direkt an ihrem späteren Arbeitsplatz geschult. Für viele ist sicher nicht nur die Aussicht auf eine Führungsposition, sondern auch das oft attraktive Gehalt die Motivation für eine Bewerbung als Trainee.

Doch was genau verdient man überhaupt als Trainee? Leider kann man hierauf keine allgemeine Antwort geben, da es kein festgelegtes Traineegehalt gibt. Das Einstiegsgehalt eines Trainees liegt laut einer Gehaltsstudie von Alma Mater durchschnittlich bei 38.000 Euro, doch sobald man die Spannweite der Gehälter betrachtet, wird klar, dass die Betrachtung des Durchschnitts hinfällig ist: Nach Schätzungen der Jobbörse Absolventa liegen die Gehälter zwischen 12.000 und 60.000 Euro Jahresbrutto.

Nicht jeder verdient das gleiche

Trotz dieser Gehaltsunterschiede lassen sich drei wichtige Faktoren für die Höhe des Lohns ausmachen: Branche, Unternehmensgröße und Qualifikationen des Trainees.
Vor allem zwischen verschiedenen Branchen gibt es beträchtliche Gehaltsunterschiede. Während Ingenieure normalerweise 40.000 Euro oder mehr verdienen, bekommt man als Geisteswissenschaftler durchschnittlich nur etwa 28.000 Euro (Informationen von www.Traineegefluester.de). In verschiedenen Studien zum Traineegehalt herrscht Uneinigkeit darüber, wo nun tatsächlich am meisten zu verdienen ist, die Alma-Mater-Gehaltsstudie sieht die größten Verdienstchancen bei Versorgungsdienstleistern, wohingegen die Hobson Studie die Automobilindustrie als am freigiebigsten preist.
Natürlich ist auch die Unternehmensgröße nicht unerheblich für das Einstiegsgehalt. Bei Großbanken und bekannten Unternehmen werden Trainees normalerweise deutlich besser entlohnt, als in der kleinen Fabrik im Nachbarort. Oft werden Trainees in kleinen Unternehmen auch nur als bessere Praktikanten angesehen und erhalten untergeordnete Aufgaben. Je nach der Anzahl der Beschäftigten reicht die Spanne der Gehälter hier von durchschnittlich 32.000 Euro in Unternehmen mit unter 100 Mitarbeitern, bis hin zu 43.000 Euro bei Großunternehmen.

Verhandeln kann lohnen

Hat man seinen Platz in einem Traineeprogramm gefunden, ist es außerdem ratsam, eine Gehaltsverhandlung zu führen. Wie schon erwähnt, gibt es keine festgelegten Löhne für Trainees, was eine gute Verhandlungsbasis für den Bewerber schafft. Je nach Qualifikationen, wie Abschlussnoten, Praktika und Fremdsprachenkenntnissen, kann man sich in manchen Unternehmen Gehaltsvorteile sichern. Dazu gehört nicht nur ein höheres Jahresbrutto, sondern zum Beispiel auch ein Unternehmenshandy, Dienstwagen oder Urlaubsgeld.
Nach erfolgreichem Abschluss eines Traineeprogramms ist des Weiteren eines besonders ratsam: Auf eine neue Gehaltsverhandlung bestehen. In jeder Branche hat ein vollwertiger Mitarbeiter normalerweise Anspruch auf mehr Gehalt als ein Trainee.
Die Devise lautet also definitiv: Vor allem bei kleineren Unternehmen sollte man sich vorab über die Modalitäten des Traineeprogramms informieren, um spätere Unzufriedenheit zu verhindern.

Foto: thinkstockphotos, 160540564, iStock, Jacob Ammentorp Lund

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