In manchen Fällen ist es für Studenten unabdinglich eine Pause vom Studium einzulegen. Als Student hat man in bestimmten Fällen die Möglichkeit ein Semester Pause zu machen, gemeinhin ist dieses Semester als Urlaubssemester bekannt.

Die Dauer eines Urlaubssemesters beträgt ganz genau sechs Monate, genau wie ein normales Semester. In dieser Zeit ist es für Studenten möglich einen Vollzeitjob zu übernehmen oder Arbeitslosengeld anzufordern, da sie während des Urlaubssemesters auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sein können und einen Job übernehmen könnten.

Für ein Urlaubssemester wird das Studium offiziell unterbrochen, dennoch behält man als Student seinen Status und auch seinen Studienplatz, muss im Gegenzug aber keinerlei Veranstaltungen oder Vorlesungen besuchen um den Platz zu halten. Ein Urlaubssemester zählt nicht als Fachsemester, weshalb es nicht auf die Regelstudienzeit bezogen werden kann.

Natürlich muss für eine offizielle Beurlaubung ein triftiger Grund vorliegen, ohne einen solchen wird einer Beurlaubung meist nicht stattgegeben. Die häufigsten Gründe für den Antrag auf ein Urlaubssemester sind Schwangerschaften, schwerwiegende Krankheiten, die Erziehung eines Kindes, finanzielle Not um das eigene Studium finanzieren zu können sowie Praktika, die man während des Studiums absolvieren möchte.

Die meisten Universitäten in Deutschland gewähren nur ein Urlaubssemester, maximal jedoch zwei, und das auf die komplette Studienzeit bezogen. Mehr wäre auch für die meisten Studenten nicht gut, da sie sonst aus dem Konzept kommen könnten und damit ihr Studium gefährden würden.

Will man sich als Student beurlauben lassen, muss man  einen schriftlichen Antrag stellen, der im Sekretariat der jeweiligen Hochschule bzw. Universität abgegeben werden muss. Anbei muss natürlich auch der Grund sein, wieso man sich für ein Semester beurlauben lassen möchte. Dort wird dann entschieden, ob man die Bestätigung bekommt oder der Antrag abgelehnt wird.

Bild: Urlaubssemester © Flickr.com / EikeR