Studenten News

von Asta Partys über BAfÖG bis hin zu Studiengebühren
 


Studiengebühren sind ein leidiges Thema. Mittlerweile sind sie zwar nicht mehr so stark in den Medien präsent, jedoch haben sie sehr konkret Auswirkungen auf viele studentische Geldbeutel.

Gegen StudiengebührenWo in Deutschland müssen die Studierenden die 500 Euro pro Semester denn mittlerweile zahlen? In Baden-Württemberg und Niedersachsen sind jeweils 500 Euro pro Semester fällig. Das gleiche gilt für Nordrhein-Westfalen, seit dem Sommersemester 2007. Jedoch können hier die Hochschulen selber entscheiden, ob sie Gebühren erheben möchten. Die meisten Hochschulen haben sich jedoch dafür entschieden. In Hamburg muss ab dem kommenden Wintersemester 08/09 375 Euro pro Semester bezahlt werden. Allerdings werden die Beiträge erst nach dem Examen eingezogen und das auch erst ab einem jährlichen Einkommen von 30000 Euro. Im Saarland werden 300 Euro für das erste und zweite Semester fällig, dann 500 Euro für jedes Folgesemester. Die gute Neuigkeit: Hessen verzichtet ab dem Wintersemester 08/09 wieder auf die Studiengebühren!! weiterlesen »


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Studiengebühren und Lehre Teil 2

Autor: Sarah
abgelegt in: Allgemein

Neben dem Mangel an Lehrenden an den Unis ist vor allem die Lehre selber stark verbesserungsbedürftig. Was nützen Massen von Lehrenden wenn sie pädagogisch unfähig sind??

Leider hat es sich für Professoren und Professorinnen noch nie, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgezahlt viel Energie in ansprechende Vorlesungen und interessante Seminare zu stecken. Wichtig für die akademische Laufbahn sind vor allem die Länge ihrer Publikationsliste und die Anzahl der besuchten Kongresse im Jahr, um Vitamin B zu pflegen. Und tatsächlich haben sich viele Habilitierte nicht für eine Karriere an der Uni aufgrund ihrer großen pädagogischen Leidenschaft entschieden – solche werden in den meisten Fällen Lehrer. Viele nehmen liebend gerne ein Forschungssemester nach dem anderen – sie wollen Wissen produzieren, aber es nicht weitergeben. Doch irgendjemand muss doch auch Interesse am Lehren besitzen??

Professoren - oft mit wenigen pädagogischen EhrgeizIn Berlin zum Beispiel haben der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner nun einen Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft!“ vorgestellt. Hier wird unter anderem auch die Gründung eines „Berlin Institute of Professional Teaching in Higher Education“ geplant, dass die Lehrqualität verbessern soll. Eine Art Kompetenzzentrum für Professoren und Professorinnen soll es werden, die in Fortbildungskursen die hohe Kunst des Lehrens lernen sollen. Ein guter Ansatz, der hoffentlich irgendwann einmal Früchte trägt. Denn die methodischen Anforderungen an die Lehre sind leider fast gleich null an der Universität. Studierende haben keinerlei Möglichkeit die Qualität der Lehre zu beeinflussen, außer sie treffen auf einen zufällig sehr engagierten Dozenten.

So ist es kein Wunder, dass die Studierenden in den meisten Städten Deutschlands wenig glücklich mit der Verwendung der Studiengebühren sind:

Die Umfrage der Universität Hohenheim unter knapp 5000 Studierenden an 48 Universitäten, genannt „Gebührenkompass“, ergab, dass nur 21 Prozent den Eindruck hatten, ihr Geld werde sinnvoll eingesetzt. Schade.


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Studiengebühren und Lehre Teil 1

Autor: Sarah
abgelegt in: Allgemein

Überfüllte Hörsäle © Flickr / yyy

Nachdem in vielen Bundesländern die Studiengebühren nun eingeführt wurden, drängt sich eine Frage auf: Und? Wohin fließt das Geld? In die Verbesserungen der Studienbedingungen und der Lehre? Oder doch eher in die Bürokratie und in Prestige-Objekte?
Zumindest ein Vorteil haben die Studiengebühren – die Motivation, Studierende anzulocken, ist endlich für die einzelnen Unis größer geworden. Die Tatsache, dass immer mehr sich auch an den Rankings orientieren oder Prädikate wie Elite-Uni, sind ein weiterer Anreizpunkt, um attraktivere Studienangebote zu gestalten und sich auch in die Lehre zu investieren.
Doch da hört es dann schon fast auch auf. Denn die Studiengebühren in zusätzliche Dozenten umzusetzen ist nicht so einfach: Das Geld der Studierenden muss direkt zu den Studierenden fließen und nicht in die Grundausstattung der Hochschulen. Denn die sollen allein vom staatlichen Zuschuss abhängig sein. Neue Professorenstellen damit zu schaffen, würde heißen, staatliche Zuwendungen zu ersetzen – und somit zu riskieren, dass der Staat sich aus der Grundfinanzierung zurückzieht.

Also investieren die Hochschulen lieber in zusätzliche Tutorien, längere Bibliotheksöffnungszeiten oder eben in den zehnten Beamer. Generell ist das nicht schlecht, es gibt Institute, denen ein, zwei Beamer wirklich gut tun würden und längere Öffnungszeiten erleichtern das Studium. Aber das eine tun und das andere lassen geht trotzdem nicht. Der Mangel an Lehrkräften wird schmerzlich jedem deutlich, der auf der Suche nach Prüfern von Dozent zu Dozent wird und immer wieder, aufgrund Arbeitsüberlastung, abgewiesen wird. Oder auch in dem Seminar, was schon mit 30 Leuten gut besetzt wäre, in dem sich leider aber 80 Personen auf Stühle, Gang und Fensterbänke quetschen.

Die Frage ist nun: Sollte man das Risiko eingehen, den Staat von seiner Verantwortung zu entlasten oder die Unis weiter unter Personalmangel leiden lassen?


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