Wer sich mit dem Abiturzeugnis in der Tasche dazu entschlossen hat, ein Jurastudium mit Schwerpunkt Arbeitsrecht aufzunehmen, muss zunächst das klassische Jurastudium an einer Universität oder juristischen Fachhochschule absolvieren.
Das Studium selbst teilt sich in ein Grund- und Hauptstudium auf, deren Studieninhalt sich u.a. auf Zivil-, Straf- und Handelsrecht mit ihren jeweiligen Prozessordnungen bezieht. Als Hintergrundwissen wird zum allgemeinen Verständnis für das Recht die Grundlagenfächer wie römisches Recht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie gelehrt.
Wer das Grundstudium mit einer Hausarbeit beendet hat, muss im Hauptstudium seine Rechtskenntnisse weiter vertiefen. So muss neben weiteren Vorlesungen und Hausarbeiten auch nachgewiesen werden, dass Kenntnisse in Schwerpunktbereichen vorhanden sind. Zu diesem Schwerpunktbereich gehört u.a. auch das Arbeitsrecht. So werden diese Kenntnisse am ehesten vertieft, wenn der Student sich für ein Praktikum im örtlichen Arbeitsgericht oder ein einer Anwaltskanzlei mit Schwerpunkt Arbeitsrecht entscheidet. Dafür bieten sich die Semesterferien an.
Allerdings bekommt man an nicht allen Universitäten und Fachhochschulen ein Schwerpunktzeugnis im Fachbereich Arbeitsrecht ausgestellt. Zuvor müssen mancherorts sogenannte große Übungen im Zivil-, Straf- oder öffentlichem Recht erfolgreich bestanden werden. Auch werden in manchen Hochschulen die Teilnahme an Kursen in Meditation, Rhetorik oder Verhandlungsführung erwartet.
Grundsätzlich bietet der Schwerpunkt Arbeitsrecht ein interessantes Tätigkeitsfeld für eine Jura-Karriere, was aber von der Rechtsprechung auch immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird. Ob der Student später als Arbeitsrichter oder Fachanwalt für Arbeitsrecht tätig sein wird; auf alle Fälle wird man in der Praxis immer mit den akuten Problemen der Menschen konfrontiert.
Ein Sportstudium kann man an verschiedenen Universitäten und Hochschulen in Deutschland aufnehmen.
Hier sollen die Universitäten in Potsdam und Freiburg sowie die Sporthochschule Köln vorgestellt werden.
Die Universität Potsdam ist 1991 gegründet worden. Sport kann an der Potsdamer Universität auf Lehramt Sekundärstufe I und Primarstufe an allgemeinbildenden Schulen oder auf Lehramt an Gymnasien studiert werden. Einem dreijährigen Bachelor-Studium folgt dann ein zweijähriges Studium für den Masterabschluss. Der Master ist die erste Staatsprüfung und Voraussetzung für das Referendariat im Schuldienst. Studienbewerber müssen eine sportpraktische Eignungsprüfung in Leichtathletik, Gerätturnen, Schwimmen, Gymnastik oder Tanz sowie in einem Sportspiel absolvieren. Studienbeginn kann das Sommer- oder Wintersemester sein.
Ähnlich sieht es an der 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg aus, eine der wissenschaftlichen Hochburgen Deutschlands. Zulassungen zum Studium erfolgen allerdings nur zum Wintersemester. Auch hier müssen Studienbewerber eine Sporteingangsprüfung ablegen, um eine Zulassung zum Sportstudium zu erhalten. Das Institut für Sport und Sportwissenschaft bildet zukünftige Lehrer an Gymnasien aus und bietet ein Bachelor- und Magisterstudium an.
Die seit 1947 bestehende Sporthochschule Köln bietet Diplom- und Lehramtsstudiengänge und Bachelor- und Magisterlehrgänge an. Für die Zulassung zum Studium an der weltweit größten Sportuniversität (6000 Studenten) wird ein nicht ganz einfacher Eignungstest verlangt. Hat der/die Studienbewerber/in die Zulassung erhalten, kann die Ausbildung zum Diplomsportwissenschaftler oder Sportlehrer beginnen. 31 Professoren lehren an den 21 sportwissenschaftlichen Instituten, z. B. am Institut für Biochemie, einem IOC akkreditierten Labor für Dopinganalytik. Die Fächerbreite geht hier von erziehungs- und geisteswissenschaftlichen Fächern bis zu medizinisch-naturwissenschaftliche Gebiete.
Jedes Jahr gibt es neue Studiengänge an den deutschen Hochschulen und Universitäten. Falls jemand noch nach einer Idee für eine Fachrichtung suchen sollte, dem sei hier ein interessantes Beispiel für eventuelle innovative Jobperspektiven gezeigt.
Betriebswirtschaftslehre ist ein bekannter Studiengang, aber nun gibt es an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Möglichkeit zu einem neuen Zugang zur BWL. An der Uni kann man ab dem kommenden Wintersemester 2008/2009 den deutsch-chinesischen Doppelbachelor-Studiengang in „Internationaler BWL“ besuchen. Bewerbungseinsendeschluss ist der 15. Juli.
Die Zulassung zum neuen Studiengang ist allerdings sehr begrenzt und bietet jährlich nur jeweils 20 deutschen und chinesischen Bewerbern die Chance das 4jährige Studium aufzunehmen. Die Auswahlkriterien sind demnach sehr hoch angesetzt. Gute Voraussetzung wie ein hervorragendes Abiturzeugnis und das persönliche Auswahlgespräch und auch Sprachbegabung sind maßgeblich entscheidet für die Anwärter.
Wenn man sich im Vorfeld eines Studiums mit dem Fachgebiet der Pharmazie beschäftigt, wird angesichts der Anforderung recht schnell abgeschreckt sein. Laut Studienverordnung umfasst das Studium der Pharmazie eine Regelstudienzeit von acht Semestern und 2800 Unterrichtsstunden, was eine unheimliche Belastung darstellt, zumal Lernstunden und Hausaufgaben noch gar nicht inbegriffen sind.
Trotzdem gab es in den zurückliegenden Jahren über 12.000 Studenten, die sich entschlossen haben, diese Tortur auf sich zu nehmen. Immerhin gibt es für Absolventen des Studiengangs wirklich herausragende Job-Aussichten, nicht nur als Apotheker, sondern auch bei Jobs in der pharmazeutischen Industrie als Forscher oder Wissenschaftler. Zudem gehört die Pharmaindustrie in Deutschland zu den wirtschaftlichen Stützen und genießt im Ausland ein hohes Ansehen. Unternehmen wie die Bayer AG oder Schering sind inzwischen weltweit bekannt.
Aber auch in Wirtschaftsunternehmen, die auf den ersten Blick gar nicht so viel mit Pharmazie zu tun haben, sind auf der Suche nach kompetenten Beratern. Software-Unternehmen wie die IDS Scheer AG suchen Absolventen, die bei der Entwicklung von Software zur Katalogisierung oder Bestimmung von Chemikalien oder Arzneien behilflich sind.
Die Verdienstaussichten sind derart lukrativ, dass viele Studenten gerne diese Tortur auf sich nehmen. Zumal das Studium auch an renommierten Universitäten wie der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Eberhard Karls Universität in Tübingen angeboten wird und ein attraktives Ambiente vorhanden ist.
Das Karriereportal der Zeit bietet dem geneigten Studenten interessante Artikel aus allen Bereichen des Online-Teils der Zeitung. Da ich es persönlich wichtig finde, sich neben Studium und Nebenjob die Zeit zu nehmen (auch und sogar für Wortspiele), und die Chancen auf eine erfolgreiche Weiterführung seiner Karriere am Ende vom Studium zu verbessern, weise ich hiermit in aller Form auf die Existenz des betreffenden Portales hin.
Diese Karriere-Seiten sprießen ja zur Zeit wie die Krokusse im Frühling. Ich bevorzuge das der Zeit, weil sich hier nicht alles statisch unter einem “Karriere”- Header zusammengefasst findet, sondern sich die verschiedensten Themen zu dieser Überschrift bündeln lassen. Es ist sozusagen so etwas wie die theoretische Vorbereitung auf den Schock, den man nach dem Studium beim Wiedereinstieg ins normale Leben erleiden wird. Das klingt jetzt negativer, als ich es ausdrücken wollte..
Die Artikel sind immer wieder interessant.
So finden sich zum Beispiel Trends auf dem Ausbildungssektor, aber auch Interessantes über das Arbeiten in Addis Abeba. Berufsbilder werden genauso abgehandelt wie aktuelle politische Geschehnisse und Entscheidungen aus der Welt der Arbeit.
Meiner Meinung nach eine echte Bereicherung auf dem großen Feld der Karriereportale.
Dass in München sehr gute Bedingungen für Studenten herrschen, dürfte inzwischen landesweit bekannt sein. Die Mischung aus einem umfangreichen Studienangebot und praxisorientierten Jobs in München stimmt in der bayrischen Landeshauptstadt einfach.
Dies trifft selbstverständlich auch auf das Studienfach Journalismus zu, das man an der Ludwig-Maximilians-Universität studieren kann. Der Studiengang ist in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule entstanden. Diese bildet pro Jahrgang 45 neue Journalisten aus, wovon 15 auf eine Kompaktklasse entfallen, wo die angehenden Schreiberlinge direkt von der Schule ausgewählt werden. Die anderen 30 Schüler absolvieren Diplom-Journalistik an der Universität München.
Alle Studenten müssen Kommunikationswissenschaft als Hauptfach wählen, dass durch die Nebenfächer Politikwissenschaft und Soziologie ergänzt wird. Erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Vor-Diploms kann ein Nebenfach durch ein Spezialfach ergänzt werden. Das Studium beinhaltet die 16monatige Ausbildung zum Redakteur an der Journalistenschule, wo die Studenten alle Bereiche nacheinander durchlaufen. Auf diese Weise erhalten sie einen Einblick in die Bereiche Print, Hörfunk, TV und Online. Um auch die Praxis nicht aus den Augen zu verlieren, müssen während der Studienzeit zwei Praktika absolviert werden, wobei ihnen oftmals schon Stellenangebote offeriert werden. Wiederum ein Vorteil am Medienstandort München sein Studium des Journalismus zu absolvieren.
Aufgrund der geringen Anzahl an Plätzen müssen sich die Studenten einem knallharten Wettbewerb stellen. Ein Abitur über 1,2 dürfte wohl nicht mehr für die Zulassung genügen, denn die Plätze an der Hochschule und der Journalistenschule sind heiß begehrt. Selbst jahrelange Wartezeiten ermöglichen keinen Zugang zu diesem elitären Studiengang.
Eine Uni stellt sich vor.
Wenn man mit dem RE1 von Berlin nach dem eine Stunde entfernt liegenden Frankfurt an der Oder fährt, findet man sich in einer ganz anderen Welt wieder. Das kleine Städtchen besteht immer noch zum großen Teil aus Fachwerkhäusern und der morgendliche Spaziergang vom Bahnhof zur Universität ermöglicht einem einen weiten Blick über den bewaldeten Fluss hinüber nach Polen. An der Europauniversität Viadrina kann man Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Jura studieren. Die überschaubare Universität liegt direkt an der Oder, die mit 850 km Länge zu den größten und naturbelassensten Flüssen Mitteleuropas gehört. Vom Gräfin-Dönhoff-Gebäude kann über eine Brücke direkt auf die Insel Ziegenwerder spazieren, die zum Europagarten 2003 ernannt wurde. Das Hauptgebäude ist ehemaliger königlich-preußischer Kulturbesitz, das Rathaus aus dem Mittelalter und die Marienkirche die größte Hallenkirche der norddeutschen Backsteingotik Deutschlands. -Dies alles hat wenig mit dem Bild zu tun, dass üblicherweise durch Filme wie Lichter oder Halbe Treppe von Frankfurt/Oder vermittelt wird. Deutsche und Polen studieren hier an beiden Seiten der Oder. Da das Studium an der Europauni sehr sprachenorientiert und das Austauschprogramm Teil des Studiums ist, ist die Gaststudentendichte an den eher überschaubaren Fakultäten besonders dicht. Allerdings ziehen nicht alle nach Frankfurt. Viele ziehen es vor, zwischen Berlin und ihrer Alma Mater zu pendeln.
Etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hauptgebäude liegt die Grenze, die zeitgleich mit dem Eintritt Polens in den Schengen-Vertrag kontrollfrei geöffnet wurde. Eine Brücke über die Oder verbindet Frankfurt mit ihrer Zwillingsstadt Słubice, in welcher es übrigens unter anderem im Herbst ganz hervorragenden Spargel auf dem Markt zu kaufen gibt.