Das Internet-Startup „Studibooks“ kämpft gegen etwas, womit sich viele deutsche Studenten herumschlagen müssen: Horrende Preise bei Fachliteratur. Das letzte Bafög und das Geld vom Nebenjob wurde zusammengekratzt, um die Miete zu zahlen. Da bleibt nicht mehr viel Geld, um sich das Buch über Biochemie für 49 Euro zu kaufen.
Das Prinzip bei Studibooks ist recht einfach: Namenhafte Unternehmen, die an einer optimalen Ausbildung der angehenden Akademiker interessiert sind, zahlen einen Teil des Buchpreises – meist sind das zehn Prozent des regulären Preises. Eine sehr gute Idee, die den Geldbeutel vieler Studenten entlastet. Das deutsche Gesetzt macht dem jedoch nun einen Strich durch die Rechnung.
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Wer kennt es nicht. Ein unheimlich wichtiges Buch für das Studium, die Abschlussarbeit usw. und es kostet schlappe 80 Euro. Da fragt man sich manchmal wer das bezahlen soll. Es gibt aber Auswege.
Als Student versucht man ja immer, die Ausgaben möglichst gering zu halten. Nicht zuletzt bei den erforderlichen Büchern, die einem im wahrsten Sinne des Wortes das letzte Hemd kosten können. Wem die günstigen Bücher immer noch zu teuer sind, für den gibt es kostenlose Alternativen.
In jeder Unibibliothek habt ihr in der Regel die Möglichkeit, Fachbücher kostenlos, nach vorheriger Registrierung auszuleihen. Bei Seminarbibliotheken sieht es meist genauso aus, oft sind das Präsenzbibliotheken, was so viel heißt wie: anschauen ja – ausleihen nein. Manche leihen auch nur an tatsächliche Studierende des Fachs aus. Das heißt wenn ein Germanist in der Anglistik ein Buch braucht, kann das schon mal schwierig werden.
Eine Alternative dazu bieten jetzt Webseiten wie dieborger.de. Die Webseite setzt auf nachbarschaftliches Borgen und man muss mit Borgerpunkten bezahlen, neben Büchern kann man sich auch allerlei andere Sachen borgen. Man kann gleich zu Anfang Borgerpunkte kaufen, kriegt aber auch welche bei Anmeldung geschenkt und wenn man etwas zum Verleihen einstellt, kriegt man auch automatisch Punkte gut geschrieben. Die Anzahl an Borgerpunkten richtet sich immer nach dem Zeitwert des Gegenstandes.
Eine weitere Option bietet onleihe.de. Über die “Onleihe” kann man E-books, Zeitschriften und Musik für einen begrenzten Zeitraum leihen, sobald man bei einer teilnehmenden Bibliothek registriert ist. Dank des DM-Verfahrens muss man auch an die Leihfrist nicht mehr denken, weil sich die Dateien selber unbrauchbar machen, nach Leihfristende. Außer einem Bibliotheksausweis und einem Internetzugang braucht man weiter nichts.
Das Dumme am DRM ist, dass Bücher, die gerade ausgeliehen werden meist nicht noch einmal verfügbar sind, das Gleiche gilt auch für Filme. Vor Leihfristende kann man die Ausleihe auch nicht “zurückbringen”,was zu einem echten Datenstau auf dem heimischen PC werden kann, wenn man die Bibliothek regelmäßig nutzt.
Wer also Geld sparen will, muss auch mit einigen Nachteilen rechnen, ansonsten bleibt nur an anderen ecken sparen, wie z. B. bei der Studiengebühr.
Auch wenn man noch in den Genuss kommt, keine Studiengebühren bezahlen zu müssen, das Studium ist so auch schon teuer genug. Immer wieder auf das Geld schlagen die unendlich hohen Kopier- oder Bücherkosten, die aus eigener Tasche zu bezahlen sind. Da das Ausleihen von Büchern auch immer so eine Sache ist – viele Bibliotheken bieten nur eine verkürzte Ausleihe an, bzw. haben grundsätzlich nur Präsenzbestand – muss man oder frau schon manchmal auf andere Hilfsmittel zurückgreifen.
Sehr ökonomisch ist es natürlich, gebrauchte Bücher zu kaufen. Einen guten Überblick gibt hier die Internetplattform buchpreis24.de, die die unterschiedlichsten Anbieter preislich in Sekundenschnelle miteinander vergleicht – das erspart einiges an Sucharbeit auf den einzelnen Seiten.

Aber warum auch nicht mal Tauschbörsen ausprobieren? Hitflip ist zum Beispiel so eine, hier werden Bücher, CDs und andere Medien getauscht. Das Prinzip ist innovativ: Jeder, der ein Medium einstellt, bekommt einen „Flip“. Mit dieser symbolischen Währung kann er ein anderes Medium erwerben. Die Vorstellung der Betreiber, die übrigens selber erst frisch von der Uni abgegangenen sind, ist, dass so immer mehr Medien in den Umlauf bei Hitflip geraten: Menschen erwerben die Produkte, nutzen sie und tauschen sie wieder gegen neue Produkte etc. So bleibt alles im Fluss, es ist wie eine riesig große virtuelle Bibliothek.
Für antiquarische Bücher wiederum bieten sich spezielle Sites wie zum Beispiel das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher an, das über 4000 Antiquare weltweit durchforstet und zugänglich macht.
Na dann – viel Spaß beim Stöbern im Internet – Bücher-Flohmarkt!