Die Humboldt Universität zu Berlin ist geprägt durch eine lange Tradition. Die älteste und zweitgrößte Universität der deutschen Hauptstadt war lange dem Einfluss verschiedenster politischer Einflüsse und Staatsformen ausgesetzt, bewahrte sich jedoch stets ihre grundlegenden Prinzipien.
Gemeinhin gilt die Humboldt Universität zu Berlin als „Mutter aller moderner Universitäten“. 1810 wurde sie als “Alma Mater Berolinensis” (Berliner Universität) mit einem beachtlichen philosophischen Fundament gegründet. Wilhelm von Humboldt war der Initiatior der Gründung und entwickelte das Konzept der neuartigen Methode der universitären Bildung, die auf einer engen Verknüpfung von Forschung und Lehre sowie der freien Wissenschaft um ihrer selbst Willen fußte. Weiterhin erkannte er diese Art der Bildung als Möglichkeit, die Persönlichkeit junger Menschen zu formen.
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Die richtige Lerntechnik trägt viel zum Erfolg des Studiums bei. Gerade wenn das neue Semester vor der Tür steht sollte man als Student/in einmal die Lehrnerfolge und -ziele des letzten Jahres unter die Lupe nehmen. Vielleicht gibt es einige Arbeitsweisen, die effektiver gestaltet werden könnten oder Lernzeiten, die besser organisiert sein sollten.
Die richtige Zeiteinteilung ist eine wesentliche Voraussetzung für optimales Lernen. Deshalb zählt das Zeitmanagement auch zu den zentralen Lerntechniken.
Doch trotz ausgefeilter Techniken hängt der Lernerfolg im wesentlichen von einem selber ab. Ohne ein Mindestmaß an Disziplin und Konzentration geht es nicht. Dies ist der Anteil, den man selbst einbringen muss und zwar jeden Tag!
Es ist wichtig sich Prioritäten zu setzten und den bedeutenderen Lernzielen den Vorrang zugeben. Für diese sollte eine festgelegte Zeitspanne eingeplant werden, in der man sich nur damit beschäftigt und auch frei von Störungen arbeiten kann. Konsequenz ist hier das Schlüsselwort. Man arbeitet konzentrierter, wenn man einen genau festgelegten Zeitrahmen hat, in dem die vorgenommene Aufgabe erfüllt werden soll.
Ein passendes Arbeitsumfeld, in dem man ungestört lernen kann ist ebenso wichtig wie ein zeitlich aufgeschlüsselter Lernplan. Der Arbeitsplatz sollte strickt vom Freizeit- und Schlafraum getrennt sein, denn nur so kann man sich voll und ganz auf seine Lernziele konzentrieren. Da studentische Wohnungen nun meist aus einem Zimmer bestehen, ist eine räumliche Trennung im Wohnraum nicht immer möglich. Für diesen Fall eignet sich aber auch die ruhige Umgebung der Uni-Bibliothek. Hier hat man meist einen Internetzugang und das benötigte Lehrmaterial ist auch vorhanden – also los gehts, mit Elan ans Studium!
Eine Seminararbeit steht an? Verzweifelst du an deiner Bachelor- oder Diplomarbeit? Die richtige Literatur ist das A und O beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Drei Portale im Internet erleichtern die Suche.
LibraryThing ist seit 2005 online und vereinfacht die Verwaltung von persönlichen Medienkatalogen und Literaturlisten. Auch öffentliche Einrichtungen, zum Beispiel die Bibliotheken mehrerer internationaler Universitäten, pflegen hier ihren Bestand ein. Über Schlagwörter können Bücher so auf der ganzen Welt gefunden werden. Eigene Listen mit Vermerken können öffentlich geführt werden, so dass man sich über interessante Literatur austauschen kann.
Das Literaturverwaltungssystem Catavi ist sogar an mehreren deutschen Unis im Einsatz. Mit Catavi kann man in tausenden Bibliotheken auf der ganzen Welt interessante Artikel suchen. Dabei werden auch Informationen zur Verfügbarkeit, zum Beispiel welche Zeitschriften „deine“ Bibliothek abonniert hat, bereit gehalten. Dieses Programm erleichtert nicht nur die Recherche, sondern bietet Funktionen, die die persönliche Organisation im Bereich Literatur unterstützt: Man kann eigene Kataloge erstellen und in thematisch sortierten Katalogen stöbern, man kann wissenschaftliche Arbeiten dort schreiben und Catavi erstellt das Literaturverzeichnis.
Zotero ist eine kostenlose Erweiterung für den Firefox-Internetbrowser. Es durchsucht digitale und Online-Bibliotheken, Amazon.com und weitere Quellen auf Informationen und speichert sie in einer lokalen Datenbank. Dabei werden bibliographische Angaben sowie Volltexte gefunden und von Online-Quellen können Kopien angelegt werden. Versionen von Zotero werden laufend aktualisiert und mit immer neuen Funktionen ausgestattet.
Die vorgestellten Portale bieten umfassend neue Funktionen und Optionen. Nachdem man sich in dem Wirrwarr an Möglichkeiten erst einmal zurecht gefunden hat, können sie eine hilfreiche Unterstützung beim Studieren sein!
Wer zu Hause nicht gut lernen kann, ist in der Bücherei gut aufgehoben. Kein Telefon klingelt, kein Fernseher lockt, kein Abwasch bietet sich zum Zeit schinden.
Für Berlin gibt es viel Auswahl. Die Bibliotheken der Institute, die Staatsbibliothek und viele Stadtbüchereien. Was ihr wissen solltet? Studierende leihen an ihren Fakultäten umsonst aus. Die Institute sind meist mit all der Fachliteratur versorgt, die ihr für euer Studienfach braucht, leider ist diese aber oft schon ausgeliehen. Die wohl eindrucksvollste Fakultätsbücherei Berlins ist das „Brain“ der Freien Universität zu Berlin. Der Name kommt von ihrem Aufbau, der von Lord Norman Robert Forster wie ein Gehirn konzipiert wurde. Nachteil: Sie liegt in Berlin-Dahlem.
Die Staatsbibliothek liegt dagegen Zentral am Potsdamer Platz und Unter-den-Linden. Sie eignet sich besonders gut zum Lernen, da es dort sehr ruhig ist. Es gibt allerdings kaum Freihand-Bestand. Das heißt, alle Bücher müssen bestellt und abgeholt werden. Und zwischen Bestellung und Abholung können einige Stunden liegen. Also Zeit mitbringen. Mit einer Jahresgebühr von 25 Euro ohne Ermäßigung ist die StaBi wohl auch die teuerste Bücherei Berlins. Das Betreten ohne Ausweis ist nicht gestattet.
Oft finden Studierende Bücher, die in Fakultätsbibliotheken und StaBi schon ausgeliehen sind, in den Stadtbibliotheken. Von denen gibt es meist mindestens eine pro Stadtteil, oft geht es dort lauter zu als beispielsweise in der StaBi, weil vielerorts Kinder- und Jugendbuchabteilungen vertreten sind. Allerdings sind diese mit einer Jahresgebühr von 5 Euro für Studenten wesentlich billiger.
Letzte Tips: Das Lateinamerikanische Institut (LAI), am Potsdamer Platz hat die drittgrößte Sammlung lateinamerikanischer Literatur im Original außerhalb Lateinamerikas. Auch Ethnologen und Anthropologen mit Interesse an nativen Völkern Lateinamerikas kommen auf ihre Kosten.
Ich hab mir sagen lassen, die Bibliothek der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg hat eine große Auswahl an filmwissenschaftlichen Werken, die anscheinend wenig ausgeliehen werden. Für Filminteressierte empfehle ich außerdem das Archiv des Filmmuseums am Potsdamer Platz.