Nur jede vierte würde sich für ein Studium mit Kind entscheiden. Dieses Ergebnis präsentiert uns die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks in Berlin. Nur 60 Prozent der Studierenden denken, dass sich Studium und Kind unter einen Hut packen lassen.

Das Problem ist, dass viele keine Betreuungsplätze für ihr Kind finden und somit das Studium unterbrechen bzw. sogar abbrechen müssen. Mehr als die Hälfte sind zudem noch auf einen Teilzeitjob angewiesen, um das Studium zu finanzieren. Leider ist oft auch immer noch das traditionelle Muster vorhanden: Die Mutter übernimmt die Betreuung des Kindes, der Vater geht arbeiten. Ein bisschen hat allerdings schon getan: Im Januar wurde der Kinderbetreuungszuschlag eingeführt, der 113 Euro für das erste und 85 Euro für das zweite Kind beträgt. Er wird zusätzlich zum Bafög gezahlt. Außerdem können Studierende mit Kind auch die Förderungshöchstdauer des Bafögs verlängern.

Jedoch gibt es noch einiges zu tun: Mehr Flexibilität von seiten der Universitäten, eine flächendeckendere Kinderbetreuung oder alternative Ansätze wie Teilzeitstudiengänge könnten zu einem familienfreundlicheren Studienalltag führen.

Wer mehr über die Thematik wissen möchte, kann sich auf der Seite studentenkind.de rund um das Studium mit Kind informieren. Hier werden auf Fragen nach Finanzierung und Rechten eingegangen und auf Beratungsstellen vor Ort verwiesen. Auch sehr interessant ist ein Blog, das von mehreren Autorinnen und Autoren geschrieben wird, die mit Kind studieren und ein Forum für individuelle Fragen anbietet.