Traumhafte Landschaften, internationales Flair und und exzellente Universitäten. Es gibt viele gute Gründe für ein Studium in Schottland. Und das Beste: Deutsche Undergraduate-Studenten zahlen zunächst keine Gebühren. Aber wie kommt man hin und mit welchen Geldern?

In Schottland gibt es 13 Universitäten und 55 Colleges. Schwerpunkte des Forschungsstandorts Schottland sind zwar technische Wissenschaften und Biotechnologie, aber auch für Geisteswissenschaften, insbesondere der Anglistik, gibt es hier optimale Studienbedingungen. Neben den großen Universitätsstädten wie Glasgow, Edinburgh, Aberdeen gibt es auch kleine, geschichtsträchtige Orte wie Stirling oder St. Andrews.

Wer sich für ein Studium in Schottland interessiert, sollte ein Jahr Vorbereitung einplanen. Studenten, die ein Regelstudium für einen britischen Abschluss beginnen, müssen sich an die zentrale Anmeldestelle, der Universities and Colleges Admission Service (UCAS) wenden. Bei deutschen Studenten akzeptieren die britischen Univeritäten in der Regel das Abitur. Für ein Aufbau- oder Gaststudium entscheiden schottischen Hochschulen selbst über ihre Studenten. Daher sollte man sich bei der jeweiligen Hochschule über die Zugangs-Vorraussetzungen erkundigen. Die meisten Studenten werden wohl mit dem Klassiker unter den Ausstauschprogrammen – Erasmus/Sokrates – über den Kanal ziehen. Aber jedes Auslandssemester beginnt mit einem Gang ins zuständige Büro der heimischen Universität.

Im Gegensatz zu England und Wales werden in Schottland gegenwärtig keine Studiengebühren (Top-Up-Fees) erhoben. Erst nach der Graduierung wird ein zu Beginn des Studiums festgelegtes Graduate Endowment [Spende] in Höhe von zurzeit ca. £2.200 fällig, von dessen Zahlung man nur in Ausnahmefällen befreit wird. Kaum jemanden bleibt wohl der Kampf durch das Dickicht der Stipendien erspart, aber am Ende lohnt es sich meistens. Die Lebenshaltungskosten sind in Schottland um einiges höher als in Deutschland, andererseits erhalten Studenten häufig hohe Ermäßigungen, sogar in Gemü­seläden und Supermärkten zahlen Studenten bis zu 30 Prozent weniger.

Voraussetzung für einen Aufenthalt im Norden der britischen Inseln, sind ausreichende Englisch-Kenntnisse. Aber noch jeder, der glaubte, über ein fortschrittliches Englisch zu verfügen, wird zunächst vom berüchtigten schottischen Akzent überrumpelt. Zeit, sich darüber einen Kopf zu zerbrechen, wird zum Glück aber ohnehin nicht bleiben. Der britische Studienablauf ist nämlich wesentlich stärker strukturiert und über allem thront das schottische Studentengemeinschaftswesen.  Jede Uni hat ihr eigenes Wappen und pflegt jahrhundertealte Traditionen. Das Freizeitangebot übersteigt mancherorts das Studienangebot und sowieso kommt niemand an den zahllosen, wunderbar-urigen Pubs vorbei. Von der schottischen Offenheit profitieren gerade die Neulinge in der Fresher’s week. Allein das klingt schon weniger verkrampft, als die deutsche „Einführungswoche“.

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