Kaum ein Student ist während der Hochschulzeit finanziell auf Rosen gebettet: Nach Erhebungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) sind die Einnahmen jedes fünften Studierenden gerade ausreichend, um die Kosten für unverzichtbare Posten wie Wohnen, Essen und Kleidung zu decken. Ein weiteres Fünftel der Studenten hat laut DSW sogar mehr Ausgaben als Einnahmen.

Kosten hängen von Studiengang und -ort ab

Verschiedene äußere Faktoren bestimmen die Höhe der Kosten, die der Student monatlich stemmen muss – etwa der Studienort (besonders teuer sind Köln, München, Hamburg) und die Materialien (Studenten der Zahnmedizin haben den höchsten Bedarf). Nun müssen knappe Mittel nicht zwangsläufig in die Verschuldung führen. Trotzdem stehen manche Studierende vor echten finanziellen Problemen. In solchen Fällen muss sich jeder bewusst mit seinen Finanzen auseinandersetzen. Eine Einnahmen- und Ausgabenanalyse zeigt, in welchen Punkten man über seine Verhältnisse lebt. Fachanwälte wie die von schuldendirekthilfe.de helfen bei derartigen Analysen und zeigen Wege aus der Misere.

Finanzielle Möglichkeiten sorgfältig prüfen

Um gar nicht erst in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, sollten Studenten ihre Möglichkeiten prüfen, das eigene Geld aufzustocken: Nebenjobs, der elterlichen Unterhalt oder staatliche Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II und Wohngeld. Vor allen Dingen aber sollten sie ihren Bafög-Anspruch wahrnehmen. Auch wenn dieser gering ausfällt – schon 50 Euro mehr im Monat können einen Unterschied ausmachen. Und: Die Hälfte des Geldes ist geschenkt, es muss nicht zurückgezahlt werden.

Auch die Möglichkeit eines Stipendiums sollte bedacht werden. Für eine Bewerbung sind noch nicht einmal Überfliegernoten erforderlich, gute Zensuren reichen aus. Wer zielgerichtet studiert, hat durchaus Chancen auf eine Förderung. Ebenfalls auf den Prüfstand gehört die Krankenversicherung: Die beste Option ist immer noch die Familienversicherung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Viele Hochschüler geben der Versuchung nach, einen Studienkredit abzuschließen – ein riskantes Unterfangen. Denn nicht immer klappt es gleich nach dem Studium mit der gut bezahlten Anstellung, bei der nebenbei der Kredit getilgt werden kann.

Was tun, wenn die Schulden ansteigen?

Höchste Zeit für eine professionelle Beratung wird es spätestens dann, wenn einem die Schulden über den Kopf zu wachsen drohen. Wenn Kosten wie Miete oder Strom nicht mehr gezahlt werden können, ist sogar der Weg in die Obdachlosigkeit nicht mehr ausgeschlossen. Was in dieser prekären Situation zu tun ist, zeigt der von der Bundesregierung veröffentlichte Ratgeber „Schulden abbauen – Schulden vermeiden“. Eine Verschuldung ist nicht das Ende, einen Weg hinaus gibt es immer. Beispielsweise mit einem Urlaubssemester, in dem man Vollzeit arbeiten geht oder einem bezahlten Praktikum, das im besten Fall sogar auch für das Studium relevant ist.

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