Jedes Jahr gibt es neue Studiengänge an den deutschen Hochschulen und Universitäten. Falls jemand noch nach einer Idee für eine Fachrichtung suchen sollte, dem sei hier ein interessantes Beispiel für eventuelle innovative Jobperspektiven gezeigt.

Betriebswirtschaftslehre ist ein bekannter Studiengang, aber nun gibt es an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Möglichkeit zu einem neuen Zugang zur BWL. An der Uni kann man ab dem kommenden Wintersemester 2008/2009 den deutsch-chinesischen Doppelbachelor-Studiengang in „Internationaler BWL“ besuchen. Bewerbungseinsendeschluss ist der 15. Juli.

Die Zulassung zum neuen Studiengang ist allerdings sehr begrenzt und bietet jährlich nur jeweils 20 deutschen und chinesischen Bewerbern die Chance das 4jährige Studium aufzunehmen. Die Auswahlkriterien sind demnach sehr hoch angesetzt. Gute Voraussetzung wie ein hervorragendes Abiturzeugnis und das persönliche Auswahlgespräch und auch Sprachbegabung sind maßgeblich entscheidet für die Anwärter.

Das Spezielle an dem Programm besteht in der Zusammenarbeit mit der chinesischen Universität Tongji. Es wird durchweg in Englisch unterrichtet werden. Voraussetzung für den neuen Absolventen sind solide Kenntnisse der BWL, die dann in deutschen Unternehmen in China unter Beweis gestellt werden sollen. Das Studium soll möglichst praxisnah gestaltet sein, mit kontinuierlichem Kontakt zu Unternehmen beider Länder.

Unterstützend ist dabei das mindestens 2monatige Praktikum im jeweiligen Partnerland, das gleichzeitig zur Vorbereitung der Bachelorarbeit – muss in englisch geschrieben sein – hilfreich ist. Zuvor müssen an der Universität in Ingolstadt entsprechende Sprachkurse in chinesisch belegt werden. Nach 2 Jahren an der deutschen Uni soll ein Wechsel nach China stattfinden und der Bachelor dort fortgesetzt werden. Das gleiche Prinzip gilt dann auch für Studenten in Schanghai, die nach Deutschland wechseln. Der Abschluss der KU in Ingolstadt wird dann mit dem „Bachelor of Science“ belohnt und gleichzeitig mit einem „Bachelor of Management“ von der Uni in China.

Vielleicht ist das eine ideale Studienkombination, die sich auf dem internationalen Markt ihre Kenntnisse aneignen wollen. Auf jeden Fall eine wirklich interessante Abwechslung zum sonst eher trockenen Studium der BWL in Deutschland.

Wer der BWL nicht so viel abgewinnen kann, möchte es vielleicht mit einem „Master of Commercial Vehicle Technology“ in Kaiserslautern versuchen, oder einem Master in „Urban Agglomeration“ in Frankfurt Main. Etwas ganz anderes bietet die Hochschule in Fulda mit dem BA in Gesundheitsförderung. Die Liste der neuen Studienrichtungen ab dem kommenden Wintersemester sind noch um einiges erweiterbar, also einfach mal reinschauen – vielleicht ist ja das passende dabei.

Eine Antwort

  1. Lena

    Dass durch den globalisierten Arbeitsmarkt neue Berufsfelder und auch Studiengänge entstehen, ist wunderbar. Aber das Problem bei den neuen Studiengängen ist doch, dass es lange braucht, bis sie als Studiengang anerkannt werden.