Langzeitstudenten machen sich das Leben selber schwer, indem sie sich durch andere Dinge ablenken lassen, anstatt zu lernen oder wichtige Prüfungen abzulegen.



Langzeitstudenten sind Hochschüler, die ihr Studium nicht in der Regelstudienzeit schaffen und noch ein paar Semester dran hängen. Vor allem in den geisteswissenschaftlichen Studiengängen gibt es viele Studenten, die ihr Studium herauszögern. Aber warum verhalten sich diese Studierenden so und was können sie gegen diese Trägheit tun?

Jeder kennt es doch selber, wenn wichtige Prüfungen anstehen, dann kann man sich nur sehr schwer motivieren mit dem Lernen anzufangen. Hat man jedoch damit begonnen, geht alles wie von selbst und mit den richtigen Lernmethoden wird die Klausur oder der Test ein voller Erfolg.

Viele Langzeitstudenten haben große Probleme sich zum Büffeln zu motivieren oder schieben eine Hausarbeit über einige Semester hinaus oder geben sie gar nicht erst ab. Die meisten von ihnen haben Prüfungsangst oder Angst davor in das richtige Berufsleben einzusteigen, weil sie nicht wissen was sie erwartet oder ob sie am Arbeitsmarkt überhaupt eine Chance haben.

Geplagt von Selbstzweifeln werden Langzeitstudenten auch von ihrer Umwelt unter Druck gesetzt. Sie sehen wie ihre Freunde mit ihrem Studium fertig werden und erfolgreich in das Berufsleben starten und die Eltern wollen, dass ihr Kind endlich mal einen vernünftigen Beruf ergreift. Das lässt die Betroffenen über ihre Studienwahl und ihr Leben nachdenken. Einige motiviert das für kurze Zeit und sie nehmen sich vor die letzten Prüfungen zu absolvieren. Sie besorgen sich Literatur, fangen an zu lernen und zu lesen, aber dann wird man wieder von einer anderen „wichtigen Sache“ abgelenkt und die guten Vorsätze sind wieder über den Haufen geworfen.

Natürlich sind die schlauen Ratschläge von Außenstehenden immer sehr nervig und nicht gerade hilfreich, aber sie meinen es doch nur gut. Langzeitstudenten sollten sich einfach aufraffen und motivieren ihr Studium endlich zu beenden. Aller Anfang ist schwer, aber wenn man einmal begonnen hat dann klappt der Rest fast ganz allein. Ein Zeitplan kann Ihnen dabei helfen Fristen einzuhalten ohne auf gewisse Freizeitaktivitäten zu verzichten.

Es gibt natürlich auch Langzeitstudenten, die neben ihrem Beruf ein Studium absolvieren. Das diese Personen länger brauchen, liegt auf der Hand. Schließlich nimmt der Job die meiste Zeit ein und da ist es nur verständlich, wenn es ein paar Semester mehr werden. Aber auch sollten nicht ewig ihren Abschluss hinauszögern.

Eine Antwort

  1. Leo

    Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen! Ich bin selbst Langzeitstudent. Ich habe viel neben dem Studium arbeiten müssen, es gab auch familiäre Probleme sowie Schwierigkeiten im Studium. Vor allem aber leide ich seit langem darunter, wichtige Arbeiten und Prüfungen endlos aufzuschieben, aus Angst, es nicht hinzubekommen. Mittlerweile hat sich ein ganzer Berg von Hausarbeiten aufgetürmt, die noch zu schreiben sind. Hinzu kommt, dass ich keine sehr konkreten beruflichen Ziele habe und oft an meiner Studienwahl und überhaupt an allem zweifle. Andererseits macht mir mein Studium viel Spaß und ich möchte es auf jeden Fall auch abschließen. Ich habe aber große Angst, auf dem Arbeitsmarkt sowieso nicht zu bestehen, weil ich so lange studiert habe und mittlerweile auch die 30 überschritten habe, und das motiviert natürlich auch nicht gerade, das Studium zügig zu beenden, das ist ein Teufelskreis. Es stimmt natürlich, man sollte einfach anfangen mit den Arbeiten. Aber das ist leichter gesagt als getan.