Wer kennt sie nicht, die vielen Zettel am schwarzen Brett, auf denen in den aberwitzigsten Texten ein Mitbewohner gesucht wird. Zunehmend werden die Kontaktanzeigen für WGs aber auch im Internet angepriesen. Egal wo die Kontaktanzeige steht, das Ziel bleibt das gleiche: Miete sparen, nicht allein wohnen und nette Menschen kennen lernen.
Wer sein Studentleben im Studentenwohnheim verbringt ahnt nicht mal annähernd wie schön das Leben in einer WG sein kann. Immer wieder stehe ich gern am schwarzen Brett und lese mir die WG-Kontaktanzeigen durch, obwoghl ich längst keine mehr suche. Doch auch meine WG basiert auf einem dieser Zettel. Kreativität ist gefragt. Denn in diesem A4 Bogen muss alles gesagt werden. Alles was die Wohnung und man selbst zu bieten hat und alles was der oder die Neue auf jeden Fall, sowie auf gar keinen Fall, mitbringen darf. Auch nicht schlecht ist das Konzept das Mitbewohnercasting
Die Suche nach einer passenden WG endet meist mit dem bekannten Bauchgefühl “Hier fühl ich mich wohl”. Die Kontaktanzeige sollte also vielversprechend sein. Ich habe mich immer schon gefragt wer sich auf Anzeigen mit folgendem Inhalt meldet: “Suche Mitbwohner. 200 Euro warm, Mensanähe.” Andere widerum sind unheimlich ausschweifend und drucken gleich einen Grundriss der Wohnung mit drauf für ein sofortiges Bild dieser WG. Das ist wirklich von Vorteil. Denn auch ich habe auf etliche Kontaktanzeigen für WGs geantwortet und hätte mir Zeit erspart wenn die Verfasser der Anzeigen gleich erwähnt hätten, dass es sich bei dem freien Zimmer um ein Durchgangszimmer handelt.
Wie es jedoch meist so spielt im Leben; gleich und gleich gesellt sich gern. Musiker bilden oft WGs und suchen meist gezielt nach musikalischen Mitbewohnern. Ebenso legen ruhigere Menschen Wert darauf nicht unbedingt einen Metall-Fan in den eigen vier Wänden zu haben. Und all die kleinen Dinge, die den persönlichen Alltag prägen müssen oder sollten in der Kontaktanzeige stehen. Doch häufig ergeben sich die besten Freundschaften in Wohngemeinschaften. Und den Alltag in einer WG sollte man mal erlebt haben als Student. Also Augen auf am schwarzen Brett