Halle/Saale – Manche Studenten schieben die Abgabe einer schriftlichen Arbeit lange vor sich her. So etwas ist aber kein Zeichen für Faulheit – schuld daran kann auch eine zu unkonkrete oder unklare Aufgabenstellung sein.

Eine Studie von Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt, dass gute Kooperation zwischen Dozenten und Studierenden bei schriftlichen Arbeiten besonders wichtig ist. Für ihre Studie fragten die Forscher die etwa 100 teilnehmenden Studierenden, ob ihnen das Erkenntnisziel ihrer Arbeit bewusst war oder inwieweit Zwischenergebnisse besprochen wurden.

Das Ergebnis: Je unklarer den Teilnehmern die Aufgabenstellung erschien, desto häufiger schoben sie ihre Arbeit auf und desto weniger engagiert waren sie bei der Sache.

Die Verantwortung liegt allerdings nicht allein bei den Lehrenden: Dozenten könnten nicht alles vorgeben, so die Forscher. Probleme bis zu einem gewissen Grad alleine zu lösen, ist auch Teil des Studiums. Hilfreich sei neben einer konkreten Aufgabenstellung aber, wenn die Studierenden regelmäßig Zwischenstände präsentieren dürften.

Fotocredits: Stefan Puchner
(dpa/tmn)

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