Der Raspberry Pi 2 ist ein Mini-Computer, ein sogenannter Einplatinen-PC, der rund 40 Euro kostet. Er bringt alles mit, um als Desktop-Rechner eingesetzt zu werden. Monitor, Maus, Tastatur und weiteres notwendige Zubehör sind allerdings in dem Preis nicht enthalten.


Der Rapsberry Pi 2 ist bereits die zweite Generation des Mini-Computers. Wer klassische Desktops gewöhnt ist, wird kaum glauben, dass das kleine Gerät als vollwertiger PC genutzt werden kann.

Neben dem Raspberry selbst sind noch ein Gehäuse, eine Speicherkarte sowie HDMI- und Ethernetkabel erforderlich. Dazu die bereits oben erwähnte Hardware Monitor, Maus und Tastatur.

Erfahrung mit Linux empfehlenswert

Als Betriebssystem für den Raspberry sind mehrere Linux-Distributionen verfügbar, die man entweder auf der Speicherkarte vorinstalliert kaufen oder kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Auch wenn Linux mittlerweile auch für IT-Laien sehr bedienungsfreundlich geworden ist, wer bislang Windows oder OSX genutzt hat, sollte sich erst einmal über ein paar Grundlagen von Linux informieren.

Eine für den Raspberry gut geeignete Distribution ist Raspbian, eine für den Mini-PC optimierte Version des populären Linux-Betriebssystems Debian.

Raspberry Pi 2 als Office-Rechner: Welche Programme?

Wer Raspian auf dem Raspberry Pi 2 installiert hat, sollte zunächst eine Packetverwaltung installieren, um weitere Software zu finden. Wer den kleinen PC erst einmal als Büro-Computer nutzen will, benötigt:

  • Ein Office-Programm, zum Beispiel Libre. Das bietet Text- und Tabellenfunktionen, die auch als Microsoft-Word- oder Microsoft-Excel-Dokumente abgespeichert werden können.
  • Einen Browser: Die Raspian-Variante von Firefox heißt Iceweasel.
  • Ein E-Mail-Programm: Icedove (wie Thunderbird von Mozilla) läuft gut auf dem Raspberry.
  • Um einen Drucker anschließen zu können, muss noch der Druckerserver Cups installiert werden.

Sicher, das Ganze ist etwas kniffeliger, als einen Windows-PC oder Mac zu starten. Aber Raspberry Pi 2, ein günstiger Monitor, Tastatur und Mac sowie diverse Kabel kosten zusammen kaum mehr als eine Programmsammlung wie Microsoft Office. Wer also eine wirklich günstige Büro-PC-Lösung sucht und auch Spaß an etwas IT-Tüftelei hat, sollte sich den Raspberry Pi 2 mal genauer ansehen.

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