Engagement lohnt sich – nicht für das eigene Gewissen, sondern auch für die individuelle Entwicklung und damit auch auf beruflicher Ebene.

Ob Obdachlosenarbeit, Fußballverein, Fachschaft, Entwicklungshilfe, interkulturelle Austauschnetzwerke oder Kirche – schon seit längerem ist bekannt, dass ehrenamtliche Tätigkeit sich gut im Lebenslauf macht und bessere Chancen auf einen potenziellen Job bietet. Denn die persönlichen Kompetenzen und die Bereitschaft über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken, machen den kleinen aber feinen Unterschied, der Bewerber aus der Masse hervorstechen lässt. Wer ehrenamtlich tätig ist, hat Interesse an anderen, meistert öfters mal kritische Problemsituationen und ist oft in seiner Spontanität, Kreativität und Stressresistenz gefordert.

Immer mehr Firmen zählen nicht nur auf das private Engagement, das die Bewerber mit ins Vorstellungsgespräch bringen, sondern verfolgen einen Ansatz, der sich „Corporate Volunteering“ nennt und in den USA entwickelt wurde. Die Unternehmen unterstützen hierbei Mitarbeiter in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, sei es durch Geld, Zeit- oder Materialspenden. Da wird den Mitarbeitern einige Tage Helfer-Urlaub bezahlt oder Führungskräfte streichen einen Nachmittag lang die Wände eines Kindergartens. Die betriebliche Freiwilligenförderung pumpt also nicht nur einfach Geld irgendwo hin, sondern fördert gezielt soziale Einrichtungen. Das wirkt sich auf die Dauer nachhaltiger auf das Image aus, als es klassisches Sponsoring vermag. Außerdem fördert gemeinsames soziales Engagement immer auch das Klima unter den Mitarbeitern.

Eine Antwort