Schon seit einiger Zeit stehen sie fest: Die zur Spitze der deutschen Forschung deklarierten „Elite-Unis“. Anders formuliert: Die Unis, die von Wissenschaftsrat und DFG als zu fördernde Objekte durch „projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ ernannt wurden. Zu diesen glücklichen Unis dürfen sich seit Oktober 2007 die RWTH Aachen, die Freie Universität Berlin, die Universitäten in Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz zählen.

Doch was genau qualifiziert sie zur Elite-Uni? Um als Eliteuniversität in Frage zu kommen, muss eine Hochschule mindestens ein anerkanntes Exzellenzcluster und eine bewilligte Graduiertenschule haben. Die Exzellenzcluster sollen international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen sein, die wissenschaftliche Vernetzung und Kooperation deutschlandweit ermöglichen. Gleichzeitig sollen sie für den wissenschaftlichen Nachwuchs bessere Ausbildungs- und Karrierechancen fördern. Die Graduiertenschulen gehen über die Möglichkeiten eines Graduiertenkollegs hinaus und qualifizieren gezielt herausragende Doktorandinnen und Doktoranden innerhalb eines Forschungsumfelds.

Eine wichtige Frage war bei den Entscheidungen auch, dass die Hochschulen attraktiv für das beste wissenschaftliche Personal und den Nachwuchs sind. Wichtig waren auch maßgeschneiderte Konzepte, die auf eigene Stärken und Rahmenbedingungen der Universität eingehen.

 

Die Frage ist nun, wie die Gelder in Millionenhöhe jeweils genutzt werden. Kritiker bemängeln, dass der Elite-Wettbewerb trotz guter Intentionen auch seine problematische Seite hat.

 

Denn das Geld wird in universelle Strukturen und nicht direkt in Köpfe investiert. Die wissenschaftlichen Spitzenkräfte sind aber natürlich über ganz Deutschland verteilt. Außerdem wurde in der Vergangenheit das Geld zu oft von bürokratischen Strukturen etc. geschluckt und trug weniger zur eigentlichen Veränderung bei. Es bleibt zu hoffen, dass das Geld sinnvoll investiert ist.

 

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