Studenten News

von Asta Partys über BAfÖG bis hin zu Studiengebühren
 


Archiv: Campus

Oh Gott. Professor Ed U. Grauhaar hält eine Vorlesung. Das tut er mit Vorliebe, seit nunmehr fünf Jahren ist es dieselbe geblieben. Ansonsten ist über den Professor nichts weiter bekannt, nur seine Vorlesung ist gefürchtet, denn: Sie ist scheinpflichtig. Das heißt jede Woche zwei bis vier Stunden, am Besten noch mit Doppelstunde Tutorium dran “zum besseren Verständnis”. Am Ende gibts eine Klausur, in der 80 Prozent des Stoffs drankommt. Schließlich will uns Professor Grauhaar was bieten für unsere Studiengebühren

Vorlesung - mitunter so spannend wie Frühstücksfernsehen © flickr / Aenneken

Also heißt es aufpassen! Aber wie? Wir haben uns die besten Durchhaltestrategien aus Euren Hörsäälen besorgt und sind uns nicht zu schade, sie schamlos auszuplaudern:

Taktik 1: Der Streber. Die Stifte gespitzt, Bauchmuskeln angespannt, ganz vorne in der Reihe geht es, gebannt an den Lippen des Dozenten hängend, mit heftigem Gekritzel zur Sache. Wenn in den zwei Stunden nicht ebensoviele DIN A 4 – Doppelseiten eng beschrieben der heimischen Auswertung harren, sind wir nicht zufrieden. Vorteile: Man lernt möglicherweise wirklich etwas dazu. Nachteile: Der Nacken ist steif von den Kaugummis, Papierfliegern und Gummigeschossen, die uns die lieben Kommilitonen an die Birne pfeffern.

Taktik 2: Der Schleimer. Keine Ahnung, worums geht, ABER DER WAR GUT! Großes Gelächter aus möglichst hübschen Mündern mit Augenkontakt bei jedem verträumt abgesonderten Witz des zerstreuten Professors. Vorteil: Wir bleiben in Erinnerung und können den Prof auf der Straße stolz gereckten Hauptes grüßen. Nachteil: Des Professors Erinnerungsspanne reicht höchstens ein Semester lang, die der Mitstudenten dafür umso länger. Warum lacht eigentlich keiner über UNSERE Witze?

Taktik 3: Der Socializer. Sag mal, hast du das verstanden? Oh, auch nicht, da bin ich ja beruhigt. Wollen wir uns nachher zum Lernen treffen? Okay, psst.. der Prof schaut schon. Massenhaft Vorteile: Man lernt neue Leute kennen, wenn man Glück hat, sind die schlauer als man selbst und man muss dem Geseiher von der Tafel nur eingeschränkt lauschen. Nachteil: Es könnte sein, dass sich der Beliebtheitswert beim Dozenten im Gegensatz zu Taktik 2 exponentiell verschlechtert.

Taktik 4: Der Autodidakt. Diese Taktik ist mehr eine Sammelklasse für alle Taktiker, die nicht unter 1-3 fallen. Sozusagen das “Adverb” der Durchhaltestrategien. Autodidakten zeichnen sich dadurch aus, dass sie entweder alles zu Hause lernen werden, oder glauben, alles zu Hause lernen zu können oder – das sind die meisten – dem Glauben an kontaminöses Wissen anhängen. Sprich: Wenn sie lange genug im Hörsaal sitzen und sich der Vorlesung aussetzen, dann wird schon was hängenbleiben. Sicher die interessanteste Taktik, schließlich soll das Studi-Leben ja aufregend bleiben…

Egal, zu welcher Strategie ihr in der Vorlesung greift: Haltet durch! Schließlich sind es nur noch 75,02 Minuten bis zum Ende…


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Halb Elf - perfekte Arbeitszeit! © flickr / wilhei55

Das Karriereportal der Zeit bietet dem geneigten Studenten interessante Artikel aus allen Bereichen des Online-Teils der Zeitung. Da ich es persönlich wichtig finde, sich neben Studium und Nebenjob die Zeit zu nehmen (auch und sogar für Wortspiele), und die Chancen auf eine erfolgreiche Weiterführung seiner Karriere am Ende vom Studium zu verbessern, weise ich hiermit in aller Form auf die Existenz des betreffenden Portales hin.

Diese Karriere-Seiten sprießen ja zur Zeit wie die Krokusse im Frühling. Ich bevorzuge das der Zeit, weil sich hier nicht alles statisch unter einem “Karriere”- Header zusammengefasst findet, sondern sich die verschiedensten Themen zu dieser Überschrift bündeln lassen. Es ist sozusagen so etwas wie die theoretische Vorbereitung auf den Schock, den man nach dem Studium beim Wiedereinstieg ins normale Leben erleiden wird. Das klingt jetzt negativer, als ich es ausdrücken wollte.. ;) Die Artikel sind immer wieder interessant.

So finden sich zum Beispiel Trends auf dem Ausbildungssektor, aber auch Interessantes über das Arbeiten in Addis Abeba. Berufsbilder werden genauso abgehandelt wie aktuelle politische Geschehnisse und Entscheidungen aus der Welt der Arbeit.

Meiner Meinung nach eine echte Bereicherung auf dem großen Feld der Karriereportale.


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Der Arbeitsmarkt ist umgekämpft. Die Auslese ist schonungslos. Die Leistung dominiert. Eine Leistung, die sich an Noten bemisst. Und die Persönlichkeit bleibt unberücksichtigt. Denn eine Auswahl lässt sich an Noten einfacher treffen. Und die Persönlichkeit kann erst in einem Bewerbungsgespräch eingebracht werden. Insbesondere das Studium bedarf eines guten Abschlusses. Der Studienabschluss ist ein entscheidender Gradmesser auf dem Arbeitsmarkt.

Das Studium will genossen, muss aber auch abgeschlossen werden. Und die Noten sind die Hürde, die genommen werden muss. Aber ungerechtfertigte Noten müssen die Studenten nicht einfach hinnehmen. Sie können Widerspruch einlegen. Und diesen Rechtsbehelf haben die Studenten. Dabei wird der Prüfungsentscheid des Dozenten nicht von einem Gericht, sondern von der Fachhochschule oder Universität überprüft. Die Studenten sollten in schriftlicher und nachvollziehbarer Form ihre Gründe für den Widerspruch darlegen. Die Erfolgsaussichten sind aber ungewiss. Weitere Informationen sind dem Artikel in Zeit Campus zu entnehmen.

Leistungsdruck im Studium © Flickr Steven Fernandez

Unverständlich bleibt, dass die Studenten auf dieses Rechtsmittel nicht hingewiesen werden. Die Studenten verlassen sich auf eine objektive Bewertung ihrer Prüfungsleistung, und hinterfragen selten die Entscheidung des Dozenten. Denn die Dozenten werden einen rechtfertigenden Grund haben. Sie sind die Gelehrten, die die Studenten lehren. Und eine direkte Konfrontation erscheint den meisten Studenten aussichtslos. Und sie wollen es sich mit dem Dozenten auch nicht verscherzen.

Studenten haben aber Rechte. Und wenn ein rechtfertigender Grund besteht, sollte das Widerspruchsrecht gebraucht werden. Insbesondere für die Abschlussarbeit im Bachelor, Master oder auch Diplom sollte sich dieses Recht vorbehalten werden.


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Eine Uni stellt sich vor.

Frankfurt/Oder © Flickr/swallroth

Wenn man mit dem RE1 von Berlin nach dem eine Stunde entfernt liegenden Frankfurt an der Oder fährt, findet man sich in einer ganz anderen Welt wieder. Das kleine Städtchen besteht immer noch zum großen Teil aus Fachwerkhäusern und der morgendliche Spaziergang vom Bahnhof zur Universität ermöglicht einem einen weiten Blick über den bewaldeten Fluss hinüber nach Polen. An der Europauniversität Viadrina kann man Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Jura studieren. Uni © AngiDie überschaubare Universität liegt direkt an der Oder, die mit 850 km Länge zu den größten und naturbelassensten Flüssen Mitteleuropas gehört. Vom Gräfin-Dönhoff-Gebäude kann über eine Brücke direkt auf die Insel Ziegenwerder spazieren, die zum Europagarten 2003 ernannt wurde. Das Hauptgebäude ist ehemaliger königlich-preußischer Kulturbesitz, das Rathaus aus dem Mittelalter und die Marienkirche die größte Hallenkirche der norddeutschen Backsteingotik Deutschlands. -Dies alles hat wenig mit dem Bild zu tun, dass üblicherweise durch Filme wie Lichter oder Halbe Treppe von Frankfurt/Oder vermittelt wird. Deutsche und Polen studieren hier an beiden Seiten der Oder. Da das Studium an der Europauni sehr sprachenorientiert und das Austauschprogramm Teil des Studiums ist, ist die Gaststudentendichte an den eher überschaubaren Fakultäten besonders dicht. Allerdings ziehen nicht alle nach Frankfurt. Viele ziehen es vor, zwischen Berlin und ihrer Alma Mater zu pendeln.

Etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hauptgebäude liegt die Grenze, die zeitgleich mit dem Eintritt Polens in den Schengen-Vertrag kontrollfrei geöffnet wurde. Eine Brücke über die Oder verbindet Frankfurt mit ihrer Zwillingsstadt Słubice, in welcher es übrigens unter anderem im Herbst ganz hervorragenden Spargel auf dem Markt zu kaufen gibt.


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Blockaden beim Lernen

Autor: Sarah
abgelegt in: Campus

Du hast gerade eine Lern- oder Schreibblockade? Das ist völlig normal. Es gibt selten Leute, die locker lässig durch sämtliche Prüfungen gehen und fast jeder hat einmal diesen Moment, kurz vor Ende der Klausur, wo er denkt: “Verhauen!“
Schön, dass es vielen so geht. Doch diese Erkenntnis hilft erstmal nicht sonderlich weiter. Die Frage ist doch: Was mache ich bei einem totalen Blackout? Wie gehe ich mit meiner Panik vor mündlichen Prüfungen um und was hilft mir, wenn ich mich kein Bisschen mehr auf mein Lernpensum konzentrieren kann, sondern mich durch wirklich alles, selbst durch Anrufe von Oma, ablenken lasse?

Bei der Prüfungsvorbereitung nicht die Nerven verlieren
„In der Blockade steckt die Innovation“ sagte irgendwann mal ein gaaanz Schlauer, so blöd es klingt, irgendwo hatte er ja fast schon wieder recht. Denn wenn einmal dieser tote Punkt überwunden ist, diese absolute Müdigkeit oder Lustlosigkeit, dann geht es danach meistens viel besser mit dem Lernen oder Schreiben.

Wichtig ist, dem Grund der Blockade nachzugehen. Habe ich Prüfungsangst und woher kommt die? Bin ich zu stark dem Leistungsdruck oder dem Perfektionismus verfallen? Bin ich irgendwann mal mit Krach durch eine Prüfung gefallen und deswegen ein gebranntes Kind? Bei solchen Ängsten ist es gut, sich einmal ganz neutral zu überlegen, was das SCHLIMMSTE sein könnte, das passieren kann. Meistens sind die Folgen schon dramatisch, aber trotzdem auszuhalten. Die Welt wird nicht untergehen, in den meisten Fällen gibt es einen zweiten oder dritten Versuch.

Außerdem spielt die Selbstmotivation beim Lernen eine große Rolle. Lerne ich für mich, weil ich diese Prüfung machen möchte? Oder fühle ich mich als ein Opfer von Statistik-Klausuren-Verschwörungen, die mir zur Strafe auferlegt wurden? Wenn ich eine Klausur oder Hausarbeit schreibe, dann war das immer meine Wahl – egal wie wenig mich das Thema interessiert oder wie grausam der Prüfer ist. Im besten Fall interessiert mich mein Lernthema natürlich, denn ein persönlicher Bezug motiviert am meisten auf langen Durststrecken!


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Lernst du noch oder lebst du schon?

Autor: Sarah
abgelegt in: Campus

Da sitzt du nun vor deinem Berg Bücher und Aufsätze und denkst: „Wie soll ich das innerhalb von zwei Wochen für meine nächste Prüfung in mich reinprügeln??“
Es gibt da unterschiedliche Art und Weisen mit diesem Dilemma umzugehen: Die einen fangen an wie wild Karteikarten zu beschreiben, die nächsten markieren grell-grün vor sich hin und die anderen gehen mit den Kumpels noch einen trinken. Doch was hilft tatsächlich effektiv eine große Menge von Lernstoff innerhalb von kurzer Zeit präsent zu haben?
Vor allem ist beim Lernen eins wichtig: Die richtige Methodik. Damit du vor der nächsten Prüfung nicht verzweifelst, hier einige Tipps zu den uterschiedlichen Lerntypen.

Mindmaps - gut zum Visualisieren von wichtigen Gedankengängen Bist du visuell veranlagt, lernst du am besten durch Bücher, Grafiken oder auch Videos. Du beschreibst die schon oben genannten Karteikarten und prägst dir bestimmte Symbole oder Bilder zu deinen Themen ein. Du weißt immer auf welcher Seite ein Stichwort steht und Mindmapping könnte eines deiner Grundlernmethoden werden.

Bist du eher der auditive Typ, dann konzentrierst du dich besser auf Hörbares: Vorlesungen sind also ziemlich wichtig für dich, zu Hause könnten dir Podcasts oder Lern- CDs liegen. Es hilft dir oft, wenn du dir selbst Dinge laut vorliest. Du bist gut im Auswendiglernen, brauchst aber einen ruhigen Arbeitsplatz.

Näherst du dich deinem Lernstoff eher von der kommunikativen Seite, dann sind Dialoge für dich besonders wichtig. Gut ist es, wenn du jemandem deine Thematik erklären kannst, ob in Lerngruppen, Diskussionen abends an der Bar oder vielleicht durch Rollenspiele. Manchmal hilft es dir Leute zu suchen, die keine Ahnung von deinem Thema haben – wenn sie es verstehen, dann weißt du, du hast es drauf!Zuhören - für den auditiven Typ gibt es keine idealere Lernmethode

Der so genannte motorische Lerntyp braucht unbedingt die Praxis. Du lernst, wenn du selber ausprobieren kannst „learning by doing“ ist deine Devise. Es hilft dir Dinge erst zu sehen und dann nachzumachen, aber auch aktive Bewegung könnte den Lerneffekt verbessern. Als Spanischstudent könntest du zum Beispiel Joggen und Vokabeln hören oder als Architekturstudentin bei einem Spaziergang durch die Stadtmitte unterschiedliche Gebäudearten analysieren.


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Berliner Bibliotheken im Vergleich

Autor: Angi M.
abgelegt in: Campus

Wer zu Hause nicht gut lernen kann, ist in der Bücherei gut aufgehoben. Kein Telefon klingelt, kein Fernseher lockt, kein Abwasch bietet sich zum Zeit schinden.

Stadtbibliothek © Bilderkiste/Michael Rohde

Für Berlin gibt es viel Auswahl. Die Bibliotheken der Institute, die Staatsbibliothek und viele Stadtbüchereien. Was ihr wissen solltet? Studierende leihen an ihren Fakultäten umsonst aus. Die Institute sind meist mit all der Fachliteratur versorgt, die ihr für euer Studienfach braucht, leider ist diese aber oft schon ausgeliehen. Die wohl eindrucksvollste Fakultätsbücherei Berlins ist das „Brain“ der Freien Universität zu Berlin. Der Name kommt von ihrem Aufbau, der von Lord Norman Robert Forster wie ein Gehirn konzipiert wurde. Nachteil: Sie liegt in Berlin-Dahlem.

Die Staatsbibliothek liegt dagegen Zentral am Potsdamer Platz und Unter-den-Linden. Sie eignet sich besonders gut zum Lernen, da es dort sehr ruhig ist. Es gibt allerdings kaum Freihand-Bestand. Das heißt, alle Bücher müssen bestellt und abgeholt werden. Und zwischen Bestellung und Abholung können einige Stunden liegen. Also Zeit mitbringen. Mit einer Jahresgebühr von 25 Euro ohne Ermäßigung ist die StaBi wohl auch die teuerste Bücherei Berlins. Das Betreten ohne Ausweis ist nicht gestattet.

Oft finden Studierende Bücher, die in Fakultätsbibliotheken und StaBi schon ausgeliehen sind, in den Stadtbibliotheken. Von denen gibt es meist mindestens eine pro Stadtteil, oft geht es dort lauter zu als beispielsweise in der StaBi, weil vielerorts Kinder- und Jugendbuchabteilungen vertreten sind. Allerdings sind diese mit einer Jahresgebühr von 5 Euro für Studenten wesentlich billiger.

Letzte Tips: Das Lateinamerikanische Institut (LAI), am Potsdamer Platz hat die drittgrößte Sammlung lateinamerikanischer Literatur im Original außerhalb Lateinamerikas. Auch Ethnologen und Anthropologen mit Interesse an nativen Völkern Lateinamerikas kommen auf ihre Kosten.

Ich hab mir sagen lassen, die Bibliothek der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg hat eine große Auswahl an filmwissenschaftlichen Werken, die anscheinend wenig ausgeliehen werden. Für Filminteressierte empfehle ich außerdem das Archiv des Filmmuseums am Potsdamer Platz.


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Studium mit Kind

Autor: Sarah
abgelegt in: Campus

Nur jede vierte würde sich für ein Studium mit Kind entscheiden. Dieses Ergebnis präsentiert uns die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks in Berlin. Nur 60 Prozent der Studierenden denken, dass sich Studium und Kind unter einen Hut packen lassen.

Das Problem ist, dass viele keine Betreuungsplätze für ihr Kind finden und somit das Studium unterbrechen bzw. sogar abbrechen müssen. Mehr als die Hälfte sind zudem noch auf einen Teilzeitjob angewiesen, um das Studium zu finanzieren. Leider ist oft auch immer noch das traditionelle Muster vorhanden: Die Mutter übernimmt die Betreuung des Kindes, der Vater geht arbeiten. Ein bisschen hat allerdings schon getan: Im Januar wurde der Kinderbetreuungszuschlag eingeführt, der 113 Euro für das erste und 85 Euro für das zweite Kind beträgt. Er wird zusätzlich zum Bafög gezahlt. Außerdem können Studierende mit Kind auch die Förderungshöchstdauer des Bafögs verlängern.

Kinderspielzeug im Hörsaal? Jedoch gibt es noch einiges zu tun: Mehr Flexibilität von seiten der Universitäten, eine flächendeckendere Kinderbetreuung oder alternative Ansätze wie Teilzeitstudiengänge könnten zu einem familienfreundlicheren Studienalltag führen.

Wer mehr über die Thematik wissen möchte, kann sich auf der Seite studentenkind.de rund um das Studium mit Kind informieren. Hier werden auf Fragen nach Finanzierung und Rechten eingegangen und auf Beratungsstellen vor Ort verwiesen. Auch sehr interessant ist ein Blog, das von mehreren Autorinnen und Autoren geschrieben wird, die mit Kind studieren und ein Forum für individuelle Fragen anbietet.


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Studienplatztausch

Autor: Sarah
abgelegt in: Campus

Dieses Thema wird immer wieder recht stiefmütterlich von Universitäten behandelt, dabei spielt der Ort des Studierens für Studenten eine entscheidende Rolle im Verlaufe eines Studiums. Der erfolgreiche Abschluss rückt dank des unmotivierenden Umfeldes in weite Ferne.

Gerade bei Studiengängen, die über die ZVS vergeben werden, ist der Bedarf als Tauschplätzen besonders hoch. Dabei sind esHU Berlin ©Rudi Heim selten die Inhalte und die unterrichtenden Professoren der Grund für den Wechselwunsch, viel mehr muss für die Studenten ein Umfeld geschaffen werden, das ihren Ansprüchen genügt. Für manche Studenten ist die Kleinstadt zu ruhig, für andere die Großstadt zu hektisch, einerseits fehlen die Freunde, andererseits möchte man neue Menschen kennenlernen. Die Hintergründe sind derart vielfältig, dass ein Aufzählen Seiten füllen könnte.

Als mögliche Lösung bietet sich ein Studienplatztausch an. Über die gängigen Internetportale lässt fast für jede Universität und fast jeden Studiengang ein entsprechender Tauschpartner finden. Hat man dort einen geeigneten Kandidaten gefunden, sollte man direkt Kontakt aufnehmen, um sich über den Alltag an der neuen Uni zu informieren. Sonst muss lediglich beachtet werden, dass es sich um das gleiche Fach sowie Fachsemester handelt. Ansonsten steht den Wechselwilligen nur noch der bürokratische Aufwand im Weg, denn es müssen die jeweils zuständigen Universitätssekretariate informiert und mit diesen das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

So kann die Studienzeit doch noch zu einem erlebnisreichen Abschnitt im Leben eines Studenten werden.


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Quiz im Auditorium

Autor: Sarah
abgelegt in: Campus

Auditorium flickr©laffy4k

Mit der Aufmerksamkeit der Studenten im Vorlesungssaal ist es so ein Ding – der Blick ins weite Auditorium kann so manchen Professor in tiefe Depressionen stürzen. Manche Köpfe liegen auf den verschränkten Armen, einige von ihnen lesen Zeitung, andere unterhalten sich und einige Studenten versuchen den Worten des Lehrmeisters zu folgen – die sind aber oft in der Unterzahl….

Da hat sich ein Dozent an der Frankfurter Universität etwas ganz Spezielles ausgedacht. Sein Preisgeld für seine exzellente Lehre verwendete Theo Dingermann nicht für private Zwecke, sondern investierte die immerhin 15.000 Euro in ein Abstimmungssystem. Und welch Wunder? Die Studenten honorieren diese Maßnahme mit ungeteilter Aufmerksamkeit, denn ganz dezent streut der Professor während seines Vortrages Fragen ein, gibt mehrere Antworten zur Auswahl und lässt abschließend darüber abstimmen. Im Anschluss werden dann auf der Leinwand die Ergebnisse in Form eines Balkendiagrammes ausgegeben und die richtige Antwort eingeblendet. Da diese Abstimmung völlig anonym geschieht, kann man ganz allein seinen Erfolg kontrollieren und muss nirgendwo Rechenschaft ablegen. Diese Art der Lernerfolgskontrolle ist inzwischen derart populär geworden, dass die Studenten den Dozenten schon aus eigenem Antrieb heraus zu neuen Fragen auffordern, um ihren Leistungsstand kontrollieren zu können. Gerade vor Klausuren ist dies ein bewährtes Mittel, denn statt der zähen Einzelfragen wird das gesamte Auditorium eingebunden.

Der Günther Jauch der Frankfurter Universität, Theo Dingermann, ist inzwischen der Liebling der Massen und hat selbst nicht mit diesem durchschlagenden Erfolg gerechnet. Da sich durch diese Lehrmethodik auch die Ergebnisse in den Klausuren verbessert haben, kann man an dieser Stelle von kreativer und motivierender Pionierarbeit sprechen, die anderorts ruhig Nachahmer finden sollte.



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