Studenten News

von Asta Partys über BAfÖG bis hin zu Studiengebühren
 


Archiv: Aus dem studentischen Nähkästchen

Während gerade jetzt die letzten Diplomas fertig werden, hat sich der Bachelor in ganz Deutschland so gut wie durchgesetzt. Als Gründe für die Einführung des BA – Studiengangs wurden immer die Internationalität, die Überschaubarkeit und die rasche Studieren angeführt.

Was nur tun? Bachelor oder Diplom? © Flickr /Jeff.Dlouhy

Tatsache ist aber, dass selbst an derselben Universität, der Bachelor von Institut zu Institut variiert. Ein Professor sagte mir gegenüber sogar einmal, dass der Bachelor – Studiengang ja gar kein richtig  wissenschaftlicher Studiengang ist. Die Arbeiten, die von den BA – Studierenden abgegeben wurden, sind nicht annähernd so ausführlich, wie die Arbeiten der Diplomas. Bachelor – Abschluss – Arbeiten, um dieses Beispiel anzubringen, sind gerade 30 Seiten. Das ist im Diplom – Hauptstudium in manchen Universitäten das Level einer Hausarbeit. weiterlesen »


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Nebenjobs gibt es für Studenten meistens zuhauf. Aus allen Himmelsrichtungen scheint es, Callcenter-Jobs, Flyer-Verteilaktionen und andere Promotions- Tätigkeiten zu regnen. Auch die Kneipen und Cafés suchen immer. Doch diese Jobs sind meist die am schlechtesten bezahlten und zudem auch die nervigsten.
Wer kann schon auf die Dauer sechs bis acht Stunden täglich wildfremde Menschen davon überzeugen, dass sie sich unbedingt ein Lotto-Los kaufen sollen? Machbar ist das, jedoch bringt es wenig für die Verbesserung der eigenen Kompetenzen, außerdem lässt es einen irgendwann irre werden. Ich spreche da aus eigener Erfahrung: Was habe ich nicht schon alles versucht an den Mann oder die Frau zu bringen? Im Schweiß meines Angesichts habe ich Plotter und Plotterpapier für Architekten schön geredet, Landwirte stundenlang über Pestizide befragt, Leute auf der Straße Pizza testen lassen und natürlich auch immer wieder grimmigen Gesichtern Flyer aufgedrängt. Das ist eine Kunst für sich. Hier ist ein sehr erheiternder Beitrag über die Arbeit in Callcentern:

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Die Studie zu den Studienbedingungen an deutschen Hochschulen belegt außerdem, dass immer weniger Stunden in der Woche mit Nebenjobs verbracht werden. Klingt erst einmal ganz gut, oder? Aber hat das nicht viel mehr etwas mit der Tatsache zu tun, dass kaum Zeit für Nebenjobs bleibt? Soviel zum Thema weniger Arbeitsaufwand… Das spiegelt sich dann auch gleich in der sozialen Struktur der Studierenden wieder: Nur noch 40% kommen aus einem Nicht-Akademiker-Haushalt.

Waaahnsinnig glücklich an der UniIn einem Punkt hat die Studie jedoch auf jeden Fall Recht: Das Studium ist effizienter geworden. Die Durchschnittstudienzeit hat sich von 11,9 Semestern auf 10,6 Semestern verringert. Dafür denken mittlerweile nur noch 54 %, dass es bei dem Studium darum ginge, eigene Ideen zu entwickeln (Vergleich: Anfang der Neunzigern waren es noch über 60%).

Worum geht es denn sonst bei einem Studium, neben dem Erwerb von Kompetenzen, wenn nicht um das eigene Denken? Wo sollen die neuen Konzepte entstehen, die Entdeckungen gemacht werden? Wo ist denn der Ort für Innovatives, Provokatives und Ungewöhnliches, wenn nicht auch in der Uni? Wenn die Studenten beim Studieren das Denken verlernen, wer hinterfragt dann noch? – Aber vielleicht ist das auch ein Vorteil – dann würden sie auch keine Statistiken mehr hinterfragen. Und vielleicht würden sie dann dieser Studie einfach glauben, die belegt, dass die Studenten Deutschlands eigentlich waaahnsinnig zufrieden sind.


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Eigentlich ist alles super und in Ordnung an deutschen Unis… Die Studie der Arbeitsgemeinschaft Hochschulforschung der Universität Konstanz hat herausgefunden, dass jeder zweite Studierende an deutschen Universitäten die gute Betreuung und die didaktischen Fähigkeiten der Dozenten lobt. Zudem sind zwei Drittel begeistert von dem Alltagsbezug der Seminare und Vorlesungen. Um dem Ganzen noch das I-Tüpfelchen aufzusetzen, stellten die Herausgeber der Studie fest, dass die Bachelor-Studierenden nicht über einen erhöhten Arbeitsaufwand berichten würden – lockere 34, 6 Stunden pro Woche verwenden sie zu Studienzwecken, noch weniger als ihre Kommilitonen aus den Diplomstudiengängen, die immerhin 35, 5 Stunden in die Uni stecken.

Total happy in der Uni?… Die Zahlen hören sich an, wie ein Märchen aus einem fremden Land. Von welchen Unis ist hier jetzt genau die Rede? Glaube keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast – einer meiner Lieblingszitate, wenn es um Statistiken geht. Statistiken können super sein, aber sind sehr flexibel: Je nachdem welche Antwort sie auf problematische Fragen geben möchten, lassen sie sich dehnen und biegen. Für diese Studie wurden im WS 06/07 28 000 Studenten an 16 Universitäten und 9 Fachhochschulen per Fragebogen befragt, die Rücklaufquote betrug 32 %. Zuersteinmal gehe ich davon aus, dass vor allem engagierte Studenten einen solchen Fragebogen auch zurückschicken. Also Studenten, die vielleicht auch generell eine hohe Eigeninitiative im Studium zeigen und weniger Probleme damit haben. Nicht, dass ich mich nicht tierisch über die vorliegenden Ergebnisse freuen würde – wenn sie nur stimmen würden!

Wie kann es sein, dass die gute Betreuung der Dozenten geschätzt wird, wenn sich zwischen 1997 und 2006 die Betreuungssituation an deutschen Unis relational verschlechtert hat? Durchschnittlich kommen auf einen Professor 57 Studenten, besonders schlecht sieht es in den Sprach- und Kulturwissenschaften (81 Studierende pro Professor) und in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (109 Studierende) aus.


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Es ist ja viel geschrieben worden in den letzten Jahren. Bachelor kommt, Bachelor vermiest die Bildung Deutschlands, Bachelor ist da – Meinungen und Ansichten gibt es zum Thema massenhaft.

Ein Bachelor Student? © flickr / orangeacid

Gerade in Studentenkreisen war der Bachelor ein viel beäugtes, an Schule und Unterricht gemahnendes Studienmodell, welches aufgrund der geringen Studienzeit und den teilweise sehr oberflächlich präsentierten Inhalten einen eher schlechten Ruf genoss.

Ich möchte hier keine Lanze für die Bachelorstudiengänge brechen – sicherlich ist die Implementierung dieses amerikanischen Modells hierzulande noch weit von einem zufriedenstellenden Abschluss entfernt. Aber: Für den Fall, dass die Nachteile eines Magisterstudienganges unter den Tisch gefallen sind – hier sind sie nochmal, aufbereitet von einem Magisterstudenten in den letzten Zügen… ähhh.. Semestern.

Das Studium dauert endlos lange. Im Magisterstudiengang, gerade bei Geisteswissenschaftlern, besteht die Gefahr, dass aufgrund von mangelnder Kontrolle ein bis zwei Semester durch Auslandsaufenthalte oder ausgedehnte Heimsitzungen schlicht wegfallen. Das fällt dann unter “Studiengefühl”.

Das Studium am Ende hat mit dem Studium an Anfang nichts mehr zu tun. Das Grundstudium ist ein schwaches Beben unter dicken Nebelschwaden im Hirn des auf sein erst im Hauptstudium formuliertes Ziel zueilenden Studenten. Er hat durch das Grundstudium gelernt, wie er im Hauptstudium vorzugehen hat – die Inhalte selbst sind meist vergessen.

Die Themen der Vorlesungen sind weltfremder als ein Ständchen “Give Peace a Chance” von George Bush. Es geht meistens um jüdische Autoren, die zu irgendeinem Zeitpunkt aus einem Kaff in der Nähe von Deutschland vertrieben worden sind, und was die heutzutage so tun. Die Worte “Kultur” und “Verantwortung als Erbe” fliegen im Raum herum und treffen den unvorbereitenden Studenten wie Tranquilizer aus Gewehren zur Elefantenjagd. Das leise Schnarchen wird von den Diskutierenden meist als beflügelnd wahrgenommen, weil es sie daran gemahnt, dass am Ende der anstrengenden 4 Stunden Studium ein Mittagsschläfchen in der Kantine winkt.

Magister Student? © flickr / umjanedoan

Kurz gesagt – Bachelorstudiengänge sind zwar oberflächlich, zu kurz geraten und kindisch, sie nehmen aber dem Großteil der dahinvegetierenden Studentenschaft die Grundlage für zu langes Grübeln und zwingen sie dazu, sich etwas weltnaher und dynamischer zu geben.


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Du willst deine Dozenten besser einschätzen können? Hier Teil zwei der Dozententypologie.

Der Karrieremensch

Weltherrschaft oder zumindest landesweite Popularität ist das heimliche Ziel des Dozenten.An der Lehre ist er weniger interessiert, genauso wenig wie an langweiligen Fachkonferenzen, das dient eigentlich nur als Sprungbrett. Dafür ist er jedoch ständig auf strategischen Partys der High-Society zu sehen und schafft es manchmal sogar auf ein Foto irgendeiner Zeitung. Die meiste Zeit ihres Studiums verbrachte er in den USA und daher auch seine ganzen reformerischen Ansätze mit, mit denen er nun Wissenschaft und Kultur der Stadt auf den Kopf stellen möchte. Eines Tages, ist er plötzlich verschwunden und man findet ihn plötzlich als Vorstandsvorsitzenden auf den Seiten eines großen Unternehmens wieder. weiterlesen »


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Dozenten – jeder tickt anders, manche sind unberechenbar manche ganz schön berechenbar. Doch gerade wer neu ist an der Uni, sieht oft nicht durch. Deswegen hier eine kleine Dozententypologie für euch – dann könnt ihr selber überprüfen was stimmt und was nicht.

Der Star
Der ganze Titel Prof.Dr. phil. etc. ist ein Muss, falls jemand es wagt ihn tatsächlich im Gang anzusprechen. Er hat seinen Job eigentlich deswegen gewählt, um endlich einmal im Mittelpunkt stehen zu können. Der Auftritt im Hörsaal (=Bühne) gehört ganz ihm, vom ersten Schritt auf der Stufe zum Podium bis zum Verlassen des Raumes. Unerlässlich ist es für ihn, zwischendurch immer mal wieder auf seine lange Publikationsliste hinzuweisen. Leider kann er seine eindrucksvolle Aura selten verbreiten, da er ständig im Flieger nach New York oder London für internationale Tagungen sitzt. Aber dafür gibt es ja noch die studentische Hilfskraft, die kann ihn auch mal gerne im Seminar vertreten.

So fühlt sich mancher Dozent…

Die Lethargische
Eigentlich kerkert sie sich ganz gerne in ihrem Büro ein, das einer riesigen Bibliothek gilt. Nur ungern wagt sie sich in die Weiten des Unigebäudes oder genauer gesagt in den Seminarraum. Am liebsten beginnt sie sowieso in der dritten Vorlesungswoche mit ihren Seminaren und endet eine Woche eher. Für eine viertelstündige Raucherpause zwischendurch ist sie immer zu haben. Wer sie wegen einer Prüfung oder einer Hausarbeit erreichen will, landet grundsätzlich bei der Sekretärin. E-Mails scheint sie nicht zu lesen, nach dem Seminar verschwindet sie fluchtartig Richtung Ausgang.


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Mit dem Studium verbinden viele – besonders im Vergleich mit einem geregelten Schul- oder Arbeitstag -Freiheit, Ungebundenheit und Party ohne Ende. Das habe ich persönlich auch die meiste Zeit so erlebt. Aber gleichzeitig gibt es auch in der Uni viele ungeschriebene Regeln, Do’s und Don’ts. Aus jeder Vorlesung könnte man eigentlich eine kleine anthropologische Studie über Riten, Sitten und Tabus machen.

Das fängt schon im Vorlesungssaal an. Zum Schluss der Vorlesung wird vornehm geklopft. Wer klatscht, wird gleich als Erstsemester erkannt. Ganz anders ist es allerdings wieder bei einem öffentlichen Vortrag von einem prominenten Sprecher im Rahmen einer Ringvorlesung zum Beispiel – hier ist wieder Klatschen angesagt.
Eine wichtige Regel ist (und daran habe ich mich jahrelang nicht gewöhnen wollen) : Die Fremdwortdichte in einem Redebeitrag entscheidet über die Intelligenz des Sprechers. Warum „bemerken“ sagen, wenn man auch „konstatieren“ verwenden kann? Warum „das ist mir egal“ sagen, wenn es auch mit „das tangiert mich peripher“ geht? Wer mit Fachausdrücken jonglieren und am besten noch verwirren kann, gilt zwar nicht zwangsläufig als sympathisch, aber erscheint dafür kompetent. Im Seminar gilt: Je abgehobener desto besser. weiterlesen »


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Neu an der Uni? Keine Peilung was diese ganzen seltsamen Vokabeln bedeuten sollen? Wir helfen weiter…

Fachschaft: Wie früher die Schülervertretung, vertritt sie die Interessen der Studierenden. Je nach Motivation sind die Leute der Fachschaft zuständig für die Partys, Filmabende und das studentische Café oder engagieren sich im Fakultätsrat und setzen sich für bessere Prüfungsordnungen und Studiumsbedingungen ein.Fachschaftspartys - oft berühmt und berüchtigt

Kolloquium: Ambitionierte Wissenschaftler diskutieren unter sich. Es werden, wie im Seminar, Vorträge gehalten und anschließend dieselben auseinandergenommen. Wer von seinem Professor zu dessen Kolloquium eingeladen wird, darf sich geehrt fühlen. weiterlesen »


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Seit einigen Wochen bist du an der Uni. Du versuchst dich in dem Wirrwarr der Seminarräume zurechtzufinden, dir die Lage der besten Mensa zu merken und die einzelnen Profs auseinander zuhalten. Das Wort „Immatrikulationsbüro“ geht die immer noch nicht ganz so leicht von den Lippen und ständig überlegst du was jetzt nochmal Punkt vier Uhr bedeutet: c.t. oder s.t.? Hier klären wir dich über einige wichtige Begriffe auf, die du für die Zukunft immer wieder gebrauchen wirst.

Der Campus einer Uni kann so aussehen…Anwesenheitspflicht: Das schöne Lotterleben als Studierender neigte sich dem Ende. Mit Einführung des Bachelors und des Masters gibt es nunmehr fast keine Veranstaltung an irgendeiner Universität ohne die leidige Teilnahmeliste. Die Professoren sind sehr findig geworden, Unterschriftenfälschungen zu vermeiden. weiterlesen »


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