Praktika werden in den meisten Studiengängen schon durch die Studienordnung vorgeschrieben, aber auch wenn es kein Pflichtpraktikum gibt, empfiehlt es sich in den Semesterferien erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Ein Praktikumszeugnis ist wichtig für spätere Bewerbungen, hier ein paar Tipps und Tricks für das Schreiben.
„Generation Praktikum“, so spricht man gerne von jungen Menschen zwischen 19 und Ende 20 mitten im oder mit abgeschlossenem Studium, die auf dem Weg zum Traumjob erste praktische Erfahrungen und Referenzen in einem Unternehmen oder Betrieb sammeln. Am Ende des Praktikums sollte auf jeden Fall immer ein Praktikumszeugnis ausgestellt werden. Gern wird dabei dem Praktikanten vorgeschlagen, er solle das Schreiben doch bitte selbst aufzusetzen und von der betrieblichen Ansprechperson gegenzeichnen/ergänzen lassen. Doch wer weiß schon, wie man sich selbst ein Zeugnis ausstellt?
Aber auch, wenn man selbst nicht der Urheber des Zeugnis ist, gibt es Tricks und Tipps, auf die bei der Formulierung unbedingt geachtet werden sollte. weiterlesen »
Um einen Einstieg in einen Beruf zu bekommen nutzen viele Menschen Praktika. Doch nicht nur während des Jobs sind Praktika wichtig, diverse Studiengänge (vornehmlich Ingenieurwissenschaften) setzen heutzutage Praktika voraus.
Darum ist es wichtig, dass man sich früh genug über gewünschte Studiengänge informiert und dann gegebenenfalls ein Praktikum absolviert, das für das weitere Studium notwendig ist. Denn nur wenn man schnell genug reagiert und sich früh genug für ein passendes Praktikum bewirbt, hat man die Chance auf eine Zusage.
Seit den 1990er Jahren schwirrt dieses Wort immer und immer wieder in den Medien und unseren Köpfen herum: Die Generation Praktikum, wahlweise auch Generation Prekär genannt, wird beklagt.
Nach dem Studium hangeln wir uns angeblich von einem Praktikum zum anderen, um noch mehr Erfahrung zu sammeln und noch mehr Kontakte zu knüpfen. Unbezahlt oder auch gering bezahlt. Eines Tages sind wir so überqualifiziert, dass uns dann auch keiner mehr nehmen möchte. Warum lassen wir (= junge, qualifizierte AkademikerInnen) das eigentlich mit uns machen?
Wir kennen alle das Problem mit der Bezahlung für ein Praktikum. Manche Studenten haben sich vielleicht arrangiert und sehen die teils unfaire Bezahlung – meistens leider gar kein Verdienst.
Das hat es so noch nicht gegeben. Praktikanten sind mit ihrer Bezahlung zwar meist nicht zufrieden, aber nun gibt es einen Präzedenzfall mit astronomischen Ausmaßen. Die heute 28-jährige Vertriebsfachwirtin war ganz und gar nicht mit der Vergütung während eines Praktikums zufrieden und machte dies dem ehemaligen Arbeitgeber unmissverständlich klar. Nachdem die junge Frau Ihr erstklassig abgeschlossenes Studium beendet hatte, sollten noch praktische Erfahrungen den Lebenslauf ergänzen. So weit so gut erst mal.
Es ist nichts ungewöhnliches, dass man bei einem Unternehmen gleich vollständig mit in die Tagesabläufe mit einbezogen wird und eigenständig arbeiten soll. Im Falle von der heutigen Vertriebsfachwirtin eine 70 Stunden Woche zu absolvieren schlägt dann doch aus dem Rahmen und das bei Praktikanten-Bezahlung von 375 Euro pro Monat. Da sich die junge Frau ausgenutzt vorkam mit all der ihr übertragenen Arbeit und Verantwortung, hat sie beschlossen den Fall nach Abschluss der 6 Monate vor Gericht zu bringen.
Praktische Erfahrungen sind wichtig, gerade wenn man nur auf theoretisches Wissen aus der Uni zurückgreifen kann. Bestes Beispiel war dafür eine amerikanische Werbung zum Thema Universitätsabsolventen im Berufseinstieg.
Es ist ja bekannt, dass viele Studenten zwar in der Theorie eine gute Bildung vorweisen können, aber meist ist die praktische Erfahrung nicht besonders ausgeprägt. Also entschließen sich viele Akademiker zu einem Praktikum – nur wie sinnvoll ist das wirklich?
Auf dem Arbeitsmarkt sieht es leider so aus, dass man ohne ein vorheriges Praktikum meist gar keine Chance auf einen Job hat. Es bringt einem sicher viel an Erfahrungen, aber darf denn diese Art der Beschäftigung zu Lasten der Praktikanten gehen?
Es ist ja nicht so, dass man eine Bewerbung für einer der Stellen schreibt und schon kann man anfangen. Meist schickt man unzählige Anfragen an Firmen raus und hofft auf eine Zusage. Seien wir mal ehrlich – oft kommt gar keine Antwort oder erst nach ewig langer Zeit dann eine Absage.
Irgendwann klappt es dann doch vielleicht mal mit einer Zusage, aber zu welchem Preis?
Mittlerweile geben die Praktika-Ausschreibungen zur Bezahlung nur die Phrase – Verwandlungssache – als Auskunft oderes heisst – keine Vergütung – oder auch – 200 Euro – und das bei einer 40h Woche. Das Wort Praktikum hat in dem Falle dann eher die Bedeutung – keine bis schlecht Bezahlung bei vollem Einsatz!. Das Ganze soll sich dann auch meist noch über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten hinziehen. Wer kann sich da überhaupt ein Praktikum leisten??? Ist das demnächst nur für wohlhabende Studenten machbar?
Sicher es gibt auch positive Beispiele zu melden. Einige Unternehmen bieten den Bewerbern eine angemessenere Vergütung für ihre Arbeitskraft an, ist aber eher die Ausnahme. Man hat es doch schon schwer genug bei der aktuellen Jobsuche – also warum dann noch Steine in den Weg legen?
Irgendwann nach dem x-ten Praktikum und zusätzlicher Auslandserfahrung fängt man schon an zu zweifeln. Warum bekommt man nur eventuelle Chancen bei Praktika und der direkte Berufseinstieg nicht so richtig gelingen will. Das kann doch nicht ewig so gehen. Vielleicht dann doch besser ins Ausland gehen? Kann ja nur noch besser werden.
Das Phänomen sozialer Netzwerke ist grenzenlos. Denn soziale Netzwerke sind neben dem privaten, auch für den beruflichen Informationsaustausch interessant. Insbesondere die Business-Netzwerke definieren die Arbeitsplatzsuche neu.
Studenten-Netzwerke begleiten den Studenten in seiner Studienzeit. Diese Netzwerke wie StudiVZ sind eher spaßorientiert. Im Kern geht es um den Aufbau eines virtuellen Netzwerkes an Freunden. Vor diesem Hintergrund können alte und neue Freunde gefunden und gegruschelt, Gruppen beigetreten und gegründet sowie Nachrichten geschrieben werden.
Entscheidend für eine berufliche Orientierung können die Business-Netzwerke wie Xing sein. Auch hier findet ein sozialer Austausch statt, der aber berufsorientiert ist. Hier gilt es ein Kontaktnetzwerk für die eigene Karriere aufzubauen. Die Kontakte sind wichtig. Denn über die richtigen Kontakte kann der Wunscharbeitsplatz gefunden oder die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitsplatz getroffen werden. Aber nicht nur Arbeitsplätze lassen sich finden, sondern auch Praktikumsstellen.
Soziale Netzwerke sind ein zentraler Raum der Kommunikation. Und nicht nur die Studenten-Netzwerke erfreuen sich einer großen Beliebtheit, sondern auch die Business-Netzwerke nehmen einen zunehmend bedeutenden Stellenwert ein. Eine Alternative zu der klassischen Arbeitssuche, die der individuellen Persönlichkeit mehr Spielraum gibt.
Die Connecticum ist Deutschlands größte Firmenkontaktmesse für Studenten und Absolventen der Studiengänge Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. In diesem Jahr sind 320 Unternehmen aus Deutschland, Europa und Asien dabei. Ob man Praktika sucht, sich für Arbeiten informieren oder sich um Stellenangebote bemühen möchte – die Connecticum ist der Ort dafür!
Unter den Ausstellern sind eigentlich alle namhaften Firmen aus den besagten Ländern vertreten, die Messe ist dabei gezielt darauf ausgerichtet, junge Studenten im Gespräch in die Arbeitswelt einzuführen, zu informieren oder zu rekrutieren. Das Ganze findet vom 22.-24.04.2008 in Berlin statt. Genauer gesagt in den Campushallen I + II auf dem Gelände der FHTW Berlin (Treskowallee 8, 10318 Berlin).
Die Messe ist von 10-16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, damit fällt also jede Ausrede, nicht hinzugehen, von vorneherein flach!
Weitere Infos gibts unter der Besucher Hotline (030) 859 568 568.
Die Connecticum-Checkliste hilft dabei, sich optimal auf die Messe vorzubereiten, sollten solche Veranstaltungen für Euch noch neu sein.
In jedem Fall gilt, dass man die gebotenen Gelegenheiten einer solchen Messe auf keinen Fall versäumen sollte, wenn man zur Zielgruppe gehört.
Die Connecticum bietet umsonst die Möglichkeit, sich selbst auf die Probe zu stellen. Weiß ich bereits, was ich will? Wie ist mein Auftreten? Wie sind die Leute, die da arbeiten, wo ich hin will, eigentlich drauf? Weiterhin bietet sich hier ein riesiger Pool an Informationen direkt vom Arbeitsmarkt, aus dem nur noch abgeschöpft werden muss. Die Messe ist außerdem ein Boost für die Stellenangebote in Berlin, weil sich die Hauptstadt als kontakfreudig und wirtschaftsfreundlich präsentieren kann.
Also ab zur Messe, ich werde dieses Jahr auf jeden Fall hingehen!