Der neue Sonderbericht aus der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) stellt fest, dass die Integration der ausländischen Studierenden verbesserungswürdig ist. Das beklagen zumindest die ausländischen Mitstudierenden.
Für den Bericht wurden im Sommersemester 2006 so genannte Bildungsausländer befragt, die zum Studium nach Deutschland gekommen sind. Durchgeführt wurde die Untersuchung von dem Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der DSW-Präsident Rolf Dobischat meint dazu, dass die Integration stark von der sozialen Infrastruktur des Studiums abhängig sei. Doch wie kann man das ausbauen? Es gibt für ausländische Kommilitonen einige Anlaufpunkte: Oft werden Einführungsseminare oder Rundgänge über den Campus angeboten, Erasmus-Partys etc. organisiert. Trotzdem haben die Neuankömmlinge unter dem komplizierten deutschen Studiensystem zu leiden, dass gerade durch die Studienreform noch weniger Durchblick verschafft. Und gerade der Kontakt zu deutschen Kommilitonen ist nicht einfach, meistens ist es einfacher unter sich zu bleiben – das gilt für beide Seiten. Doch jeder, der schon einmal ein Semester im Ausland war, weiß genau wie es einem geht, wenn die Sprache kaum verstanden wird, jeder beschäftigt zu sein scheint und man scheinbar in der großen Anonymität unterzugehen scheint. Die Studentenwerke fördern z.B. durch einen Wohnheim-Tutorenprogramm soziale Kontakte für ausländische Studierende, die hier organisatorische oder persönliche Fragen und Probleme einen Ansprechpartner finden.

Ein weiteres Problem ist auch die finanzielle Situation. 77% der rund 190.000 ausländischen Studierenden in Deutschland kommen aus so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern und haben oft deutlich geringere Einnahmen als ihre deutschen Kommilitonen. Viele haben einen Nebenjobs, andere wiederum werden von Eltern oder durch Stipendien unterstützt.

Das vollständige Statement von DSW-Präsident Rolf Dobischat gibt es hier zum Download.

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