Für viele Abiturienten scheint klar zu sein: Ohne Studium gelangt man nicht an seinen Traumjob. Doch dabei können viele, die erfolgreich den Schulabschluss absolviert haben, nicht direkt ins Studium übergehen, weil sie an keiner Hochschule eine Zusage erhalten oder gar nicht erst den richtigen Studiengang gefunden haben. Aber der Weg bis zum Traumberuf muss nicht immer gerade verlaufen. Diejenigen, die auch mal einen Umweg nehmen, lernen viel Neues kennen und kommen unter Umständen auf ganz neue Ideen bezüglich ihrer Karriere. Um zum Traumjob zu gelangen, gibt es andere Möglichkeiten, als direkt mit dem passenden Studium anzufangen.

Möglichkeit 1: Einen anderen Studiengang belegen

Wenn man seinen Traumstudienplatz nicht bekommen hat, sollte man natürlich nicht einfach irgendetwas anderes studieren. Oft bieten sich ähnliche Studiengänge an, die in die gleiche Richtung gehen. Wollte man eigentlich Informatik studieren, kann man auch erst mit Wirtschaftsinformatik anfangen, und sich die gesammelten Scheine hinterher anrechnen lassen. Einige Universitäten bieten auch Schnupper-Studiengänge an, bei denen man einen Einblick in unterschiedliche Fachgebiete erhält und sich anschließend für einen Bereich entscheidet. Manchmal bekommt man durch ein Losverfahren plötzlich doch noch die Chance, sich bei seinem favorisierten Studiengang einzuschreiben.

Möglichkeit 2: Ausbildung absolvieren statt studieren

Auch wenn die meisten Abiturienten von einem Studium träumen – mit einer Berufsausbildung kann man ebenso gut Karriere machen. Und in einigen Branchen wie im Bankwesen sind Abiturienten als Azubis sogar sehr gerne gesehen. Meldet man sich nach dem Abitur bei der Agentur für Arbeit, wird man automatisch über mögliche Ausbildungsstellen informiert. Oftmals werden Ausbildungsplätze schon ein Jahr vor Beginn vergeben. Wer sich erst später zu einer Berufsausbildung entschließt, gilt aber nicht als chancenlos. Ein Telefonat mit dem Personalchef und überzeugende Bewerbungsunterlagen können nie schaden. Bei Berufsberatern wie der Karriereberatung Hamburg kann man seine Bewerbungsunterlagen prüfen lassen oder in einem Coaching herausfinden, was einem beruflich wirklich wichtig ist. Denn nach der Ausbildung muss noch nicht Schluss sein: In vielen Bereichen bieten sich Studiengänge an, um sich weiter zu qualifizieren. Als ausgebildeter Krankenpfleger kann man zum Beispiel noch Gesundheitsmanagement studieren. Wenn man eigentlich gern Tiermedizin studiert hätte, kann man zunächst eine Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten machen.

Möglichkeit 3: Soziales Engagement zeigen

Ob es etwas mit dem späteren Beruf zu tun hat, oder nicht – wer nach dem Abitur zunächst soziales Engagement zeigt, macht damit nicht nur bei Arbeitgebern einen guten Eindruck, sondern tut auch etwas für seine persönliche Entwicklung. Dabei kann man sich zwischen einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) sowie vielen Einsatzbereich entscheiden. Ob im Bereich Sport, Integration, Kultur, Ökologie oder Bildung – gemeinnützige Arbeit ist überall gefragt. Wichtig zu wissen: Das FSJ kann man auch im Ausland absolvieren, während man beim Bufdi nicht unbedingt in Vollzeit arbeiten muss.

Möglichkeit 4: Erfahrungen im Praktikum sammeln

Gerade für Unentschlossene, die nach dem Schulabschluss noch nicht recht wissen, welchen beruflichen Weg sie gehen wollen, stellt ein Praktikum eine sehr gute Möglichkeit dar, in ein Arbeitsumfeld herein zu schnuppern. Hier kann man austesten, ob der Traumberuf wirklich so abläuft, wie man sich das vorgestellt hat, oder ob seine Fähigkeiten doch für einen anderen Job besser taugen. Für manche Studiengänge sind Vorpraktika sogar notwendig, um das Studium überhaupt beginnen zu dürfen. Ein freiwilliges Praktikum dauert meistens nicht länger als sechs Wochen und ist in der Regel bei jedem Unternehmen möglich, das auch Ausbildungsplätze anbietet. Übrigens: Wer ein Praktikum im Ausland absolviert, lernt nicht nur eine neue Sprache, sondern hebt sich auch von anderen Bewerbern ab.

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